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TV-Interview: Doris Kraeker mit Michael Haselrieder. Der Beitrag ist am Dienstag um 21 Uhr bei Frontal 21 im ZDF zu sehen.

Hinweise auf Behördenversagen

Fall Franco A.: „Frontal 21“ auf Spurensuche in Erding

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Ein Team der ZDF-Sendung Frontal 21 hat die Spur des „Flüchtlings“-Soldaten Franco A. nachgezeichnet, der lange im Kreis Erding gemeldet war. Dabei erhärten sich die Vorwürfe gegen die Behörden.

Erding - Ein Team der ZDF-Sendung Frontal 21 hat die Spur des Soldaten Franco A. nachgezeichnet. Er hatte sich als Flüchtling getarnt, um mutmaßlich einen Anschlag vorzubereiten. Auf diese Weise wollte  Franco A. die Stimmung gegen Ausländer anheizen.

Der Soldat war eine ganze Zeit im Kreis Erding gemeldet. Das Team um Reporter Michael Haselrieder fand heraus, dass A. nicht nur in Erding eine Unterkunft zugeteilt worden war. Vor Januar 2017 hätte er sich eigentlich in Baustarring (Kirchberg) aufhalten sollen. Doch auch das war für den Soldaten nur eine Tarnadresse. Bamf und Landratsamt spürten ihm aber nicht nicht nach, obwohl zumindest erstere Behörde gewusst haben muss, dass Franco A. dort war.

Das ZDF sprach unter anderem mit dem Erdinger Vermieter Fritz Steinberger, Kirchbergs Bürgermeister Hans Grandinger und Flüchtlingshelferin Doris Kraeker. Landrat Martin Bayerstorfer wollte nicht vor die Kamera. Er antwortete schriftlich.

Pikant: Nicht nur in Erding, auch in Baustarring durchsuchte die Bundespolizei nach Recherchen von Frontal 21 im Mai 2017 die Unterkunft. Selbst ein Hubschrauber war damals im Einsatz. Unserer Zeitung hatten die Behörden stets versichert, es habe keinen Einsatz gegeben. 

Wie die „Nürnberger Nachrichten“ zudem berichten, sollen die Identitäten von 3638 Asylbewerbern dem BAMF nicht bekannt sein. Von diesen Menschen sollen nun Monate nach Anerkennung in Deutschland Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht werden.

Wer die Doku aus Erding sehen will: Der Beitrag läuft heute um 21 Uhr im ZDF.

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