Arbeitsamt
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Weniger Arbeitslose prägen die Erdinger Arbeitsmarktstatistik vom April.

Quote der Erwerbslosen sinkt auf 2,6 Prozent – Noch 400 Lehrstellen offen

Frühlingserwachen auf dem Erdinger Arbeitsmarkt

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Erding - Der Frühling belebt den Arbeitsmarkt im Landkreis Erding. Die Arbeitslosenquote ging leicht zurück, dafür sind noch hunderte Ausbildungsplätze unbesetzt.

Der Frühling hat Einzug gehalten, mit positiven Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit: Diese war im April in allen vier Landkreisen des Bezirks der Agentur für Arbeit Freising rückläufig. Dazu zählen neben Erding auch Freising, Ebersberg und Dachau. Im Landkreis Erding sank die Quote im Vergleich zum März um 0,2 auf 2,6 Prozent. Im gesamten Bezirk liegt sie bei 2,7 Prozent (März: 2,9 %).

Die Agentur für Arbeit Erding zählte im April 2206 Arbeitslose. Das sind 131 Personen weniger als im März. Zum Vergleich: Im April 2020 lag die Quote bei 2,4 Prozent, im April 2019 – also im Jahr vor der Corona-Krise – errechnete sich für den Landkreis Erding eine Quote von 1,7 Prozent. Insgesamt liegt die Zahl der Arbeitslosen aber weiter deutlich über dem Niveau der Vorkrisenjahre.

Auf dem Arbeitsmarkt habe sich in den vergangenen Wochen die typische saisonale Entlastung bemerkbar gemacht, erklärt Katja Kürmaier, stellvertretende Chefin der Agentur für Arbeit Freising: „Vom Frühjahrsaufschwung profitierten vor allem Männer, da diese verstärkt im Baugewerbe, Dachdeckerhandwerk, Garten- und Landschaftsbau tätig sind und nun an ihre Arbeitsplätze zurückkehren konnten.“ Allgemein meldeten die Betriebe zuletzt 124 zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis. Insgesamt befanden sich im April 692 Arbeitsangebote im Stellenpool.

Ein genauer Blick auf die Zahlen verrät, dass die Betriebe vor allem qualifizierte Arbeitskräfte suchen. „Wir gehen davon aus, dass diese Nachfrage – auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung – weiter zunehmen wird“, sagt Kürmaier.

Verringert hat sich die Kurzarbeit im Landkreis. Sie stützt den Arbeitsmarkt. Waren zu Beginn der Pandemie im April 2020 noch 876 Betriebe mit 11 872 Mitarbeitern betroffen, sind es mittlerweile deutlich weniger. Allerdings stammen die aktuellsten Zahlen dazu für den Landkreis laut Arbeitsagentur aus dem November. Damals wurde in 510 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Betroffen waren 8032 Beschäftigte, so Kürmaier.

Für den Ausbildungsmarkt zieht sie eine ernüchternde Zwischenbilanz. Hier waren im April noch 400 von 674 im Herbst gemeldeten Lehrstellen zu vergeben. Das heißt, fast zwei Drittel konnten bislang nicht besetzt werden. Auf der anderen Seite sind 226 von 444 Jugendlichen bei ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz noch nicht fündig geworden.

Zum Vergleich: Im Landkreis Freising lag die Arbeitslosenquote im April bei 2,9 Prozent (- 0,1 %), in Ebersberg bei 2,5 (- 0,1) und in Dachau bei 2,8 (- 0,2).

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