Christel Herrmann-Kirschweng ist stellvertretende Chefinder Agentur für Arbeit.

Frühlingserwachen auf dem Arbeitsmarkt: Erwerbslosenquote sinkt wieder

Freising - Das sind sehr gute Nachrichten: Im März waren in den beiden Landkreisen Freising und Erding 3695 und damit 357 Personen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Februar. Gegenüber März 2011 ging die Erwerbslosigkeit um elf Prozent zurück.

Die Arbeitslosenquote lag bei 2,2 Prozent, im März des vergangenen Jahres betrug sie im Agenturbezirk noch 2,5 Prozent. Und weiter: Im Landkreis Freising waren im März 2113 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet - 296 oder 12,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote: 2,2 Prozent.

„Die Frühlingstemperaturen haben neuen Schwung in den Arbeitsmarkt gebracht“, freut sich Christel Herrmann-Kirschweng, stellvertretende Chefin der Agentur für Arbeit Freising. Sorgen bereiten ihr im Kreis Freising jedoch vereinzelte Unternehmen, die für April und Mai Entlassungen angekündigt haben - Stichwort: Müller-Brot und Schlecker. „Auf die Mehrarbeit haben wir uns jedoch entsprechend eingestellt. Unser Ziel ist, dass alle nahtlos die ihnen zustehenden Leistungen erhalten.“

Aber es gibt noch viele gute Nachrichten: Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen ist im Vergleich zu März 2011 um 10,8 Prozent gesunken. Bei den über 50-Jährigen lag man 9,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Erfreulich ist auch, dass sich die Situation für Langzeitarbeitslose verbessert hat: Hier ging die Erwerbslosigkeit im März 2012 auf 647 Personen (von 788 Personen im März 2011) zurück. Im März starteten vor allem auch die Außenberufe wieder durch: Von den „Winterarbeitslosen“ sind bereits 537 wieder eingestellt.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2011 wurden der Agentur für Arbeit Freising 1677 Ausbildungsstellen gemeldet - 224 Angebote respektive 15,4 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig nahmen 1448 Jugendliche das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit an, 78 Jugendliche mehr als im Vorjahr. „Besonders wichtig für die weitere Entwicklung wird es sein, ob die Unternehmen angesichts des demografischen Wandels noch mehr über ihren eigenen Schatten springen und weiter auch den vermeintlich schwächeren Jugendlichen interessante Ausbildungsplatzangebote machen“, betont Harald Brandmaier, Teamleiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Freising.

Rein rechnerisch stehe jedem Ausbildungswilligen ein Ausbildungsplatz zur Verfügung. „Dass die Rechnung so nicht aufgeht, ist klar. Bei der Beratung stellt sich immer wieder heraus, dass Wunsch und Wirklichkeit nicht immer übereinstimmen“, so Brandmaier weiter. Im Kreis Freising meldeten die Arbeitgeber 899 zu besetzende Lehrstellen. Dem stehen in Freising 858 Bewerber gegenüber.

Um die Jugendlichen weiterhin bei der Ausbildungssuche unterstützen zu können, bittet die Agentur für Arbeit die Betriebe, in ihrer Ausbildungsbereitschaft nicht nachzulassen. Zu besetzende Stellen können direkt beim zuständigen Vermittler des Arbeitgeber-Services oder unter der Service-Nummer für Arbeitgeber, (0 18 01) 66 44 66, gemeldet werden.

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