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Führungswechsel beim Kreis Donau/Isar 

Vom Schiri-Obmann zum Fußballchef

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Der neue Mann an der Spitze des Fußballkreises Donau/Isar heißt Florian Riepl. Der 33-Jährige von der SpVgg Altenerding beerbt Horst Kaindl als Kreisvorsitzender und ist im Kreis bestens bekannt: als Referee in der Regionalliga und Ex-Schiedsrichter-Obmann der Erdinger Gruppe.

Erding – 233 Vereinsdelegierte waren der Einladung des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) gefolgt, um ihr Stimmrecht auf dem ersten von im ganzen Freistaat insgesamt 22 Kreistagen zu nutzen. Denn neben der Wahl von Florian Riepl (vormals Gruppenschiedsrichterobmann in Erding) galt es auch, weitere Positionen in der Führungsetage zu bestätigen: Ludwig Schmidt als Kreisspielleiter, Stefan Erl in seinem Amt des Kreisjugendspielleiters sowie Birgit Schauer in ihrer Funktion als Kreisbeauftragte für Frauen- und Mädchenfußball wurden ohne Gegenstimme für die kommenden vier Jahre legitimiert. Einen Neuzugang gab es auf dem Posten des Kreis-Schiedsrichterobmanns zu vermelden: Hans Kroll aus Ingolstadt folgt auf Wilhelm Schneider, der sich 20 Jahre lang um die Geschicke der Unparteiischen gekümmert hatte. Komplettiert wird das Team von Alois Kindseder als Ehrenamtsbeauftragter sowie Josef Bauer, der weiterhin als Vorsitzender des Kreis-Sportgerichts zur Verfügung steht.

Da die Verbandsverantwortlichen ihre Hausaufgaben erledigt hatten und mangels Gegenkandidaten keine Kampfabstimmungen antanden, verliefen die Wahlen reibungslos. Die teils alten, teils neuen Amtsinhaber nahmen die Glückwünsche von BFV-Präsident Rainer Koch und Bezirksvorsitzendem Robert Schraudner entgegen.

Für Kaindl hatte sich die neue Führung etwas Besonderes einfallen lassen: Sie ernannte den langjährigen Funktionär zum Ehrenkreisvorsitzenden. Darüber freute sich dieser genauso wie über ein Geldgeschenk seitens vieler Vereine, die zusammengelegt hatten. „Davon will ich mir ein E-Bike kaufen, um fit zu bleiben und weiterhin Jugendspiele als Schiedsrichter leiten zu können“, verriet Kaindl.

Sein Nachfolger plant keine allzu großen Abweichungen von Kaindls Kurs, strebt aber einige „generationsbedingte neue Akzente“ an, wie Riepl sagte. Die werden hier und da auch nötig sein. Denn laut Präsident Koch befindet sich der Fußball in einem fortlaufenden demografischen Wandel, was sich in rückläufigen Mannschafts- und Zuschauerzahlen äußere. „Trotzdem möchte ich keine fußballlosen Orte in Bayern“, betonte Koch, dem auch der Doppelpass zwischen Profi- und Amateurfußball am Herzen lag. Denn: „Ohne die Arbeit an der Basis gäbe es keine erfolgreiche Nationalmannschaft.“

Koch verwies auch auf die immer größere Bedeutung der neuen Medien und der sozialen Netzwerke. Hier stufte er den BFV deutschlandweit als Vorreiter ein: Ob Liveticker, BFV-App oder BFV-Video-App – das Angebot erfreue sich großer Beliebtheit bei den über 4600 Vereinen im Freistaat. „Jedes Wochenende sind mehr als eine Million Menschen in Bayern am Amateurfußball beteiligt“, sagte Koch.

Wichtigster Punkt auf dem Kreistag aus Sicht der Vereinsvertreter dürfte die Erstellung eines Meinungsbilds gewesen sein: Den größten Zuspruch erfuhr dabei die Möglichkeit, künftig wieder A-Jugendliche mit Vollendung des 18. Lebensjahres in den Herrenteams einsetzen zu dürfen. 76 Prozent der Wähler sprachen sich dafür aus. Nun gilt es abzuwarten, ob das in den anderen Kreisen genauso gesehen wird.

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