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Für Landtags- und Bezirkstagswahl 2018 

Freie Wähler suchen Direktkandidaten

Die Kreisvereinigung der Freien Wähler will 2018 bei den Landtags- und Bezirkstagswahlen kräftig mitmischen. In ihrer Hauptversammlung beim Mayr-Wirt stellten sie die Weichen für den Wahlkampf.

Erding– Mit je einem Kandidaten für Landtag und Bezirkstag sowie zwei Delegierten wollen die Freien Wähler (FW) auf Stimmenfang gehen. Um für das weitere Vorgehen gerüstet zu sein, wurde jetzt der Vorstand der Kreisvereinigung neu gewählt. Dabei bestätigten die Mitglieder Rainer Mehringer als Vorsitzenden und Wartenbergs Bürgermeister Manfred Ranft als seinen Stellvertreter. Ranft war nicht persönlich anwesend, hatte aber sein Einverständnis vor der Wahl schriftlich fixiert. Kassier bleibt Christian Büchlmann. Beim Schriftführer gab es einen Wechsel. Karin Heisig trat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an, ihre Funktion übernimmt Benedikt Hoigt.

Der FW-Landtagsabgeordnete Benno Zierer, der als Wahlleiter fungierte, erläuterte kurz den Unterschied zwischen Kreisvereinigung und Kreisverband. Was nämlich viele nicht wissen: Die Kreisvereinigung wird in erster Linie zu den Landtags, Bezirkstags- und Bundestagswahlen aktiv und ist unabhängig vom Kreisverband, der sich auf Gemeinde- und Landkreisebene konzentriert. Die Kreisvereinigung Erding hat derzeit 22 Mitglieder.

„Ein Direktkandidat hat den Leuten bei der Bundestagswahl gefehlt“, erklärte Mehringer. Er werde auf jeden Fall einen solchen Kandidaten unterstützen. „Helfen Sie mit bei der Suche“, forderte er die Ortsverbände auf. Nach einer konstituierenden Sitzung der Vereinigung in wenigen Tagen werde das weitere Vorgehen entschieden. Und dann geht’s auf Kandidatensuche, und das Wahlprogramm werde aufgestellt.

Zierer ging in seiner Ansprache auf die Lebensmittel-Sicherheit ein, die ein Schwerpunkt der Arbeit der Freien Wähler sein werde. „Die großen Erzeuger sollen von einer Sonderbehörde betreut und kontrolliert werden, die kleinen Familienbetriebe, Bauern und Wirte nach wie vor vom Landratsamt“, schlug er vor. „Besonders in Zeiten, wo vieles nur noch online erledigt wird, muss die persönliche Beratung der Landwirte eine wichtigere Rolle spielen.“

Auch forderte er mehr staatliche Gelder für die Lebensmittel-Forschung, besonders an den Universitäten. „Wir brauchen unabhängige Wissenschaftler. Es kann nicht sein, dass das Geld für so ein wichtiges Gebiet wie die Nahrungsmittel-Forschung aus der Industrie kommt“.  hd

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