Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen. Das Landratsamt Erding hatte am Freitag noch anderes mitgeteilt.
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Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen. Das Landratsamt Erding hatte am Freitag noch anderes mitgeteilt. Symbolfoto

Verwirrende Regeln

Fußpflege ja, Gesichtspflege nein

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Seit Samstag ist die Bundes-Corona-Notbremse in Kraft. Und sie sorgte gleich für Verwirrung, vor allem bei Kosmetikstudios.

Erding – Im Eilverfahren ist die Bundes-Notbremse vergangene Woche zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeführt worden. Sie soll für einheitliche Regeln sorgen und verhindern, dass einzelne Bundesländer Ausnahmen erlauben und so ausscheren. Seit Samstag ist die Notbremse in Kraft und sorgte gleich für Verwirrung – vor allem bei den Betreibern von Kosmetikstudios. Lange war unklar, ob sie weiter geöffnet bleiben dürfen. Nun steht fest: Sie dürfen nicht.

Während Fußpflege unter strengen Auflagen und mit negativem Testnachweis des Kunden erlaubt bleibt, ist Gesichtspflege jetzt wieder untersagt. Das Landratsamt Erding hatte am Freitag noch anderes mitgeteilt. Gestern betonte die Kreisbehörde, dass derzeit lediglich Dienstleistungen der Friseure und Fußpfleger unter Hygienemaßnahmen zulässig seien. Hier besteht für das Personal ab einem Inzidenzwert von 100, also auch im Landkreis Erding, ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht. Die Kunden müssen einen negativen Test vorlegen, der höchstens 24 Stunden alt ist.

Das kurzfristige Verbot stößt bei Inhabern von Kosmetikstudios im Landkreis auf Kritik. Sie sprechen von einer „Hauruck-Aktion“, die es ihnen schwer gemacht habe, die Kunden rechtzeitig zu informieren. Thomas Richter, Inhaber von Kosmetik Richter in Erding, betont, man habe alle Schutz- und Hygienevorgaben strikt eingehalten. Bislang seien keine Ansteckungen in Kosmetikstudios bekannt.

Erst seit 8. März hatten die Studios wieder geöffnet, jetzt ist nach sieben Wochen vorerst Schluss. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Mai wieder besser wird“, sagt Richter wenig optimistisch. Er ist jetzt damit beschäftigt, die Termine seiner Kunden zu verschieben.

Die Frage, ob er in der Pandemie bislang auf staatliche Unterstützung bauen konnte, beantwortet Richter so: „Wenn man auf die Hilfsgelder angewiesen wäre, wäre man verloren.“ GABI ZIERZ

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