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Blick aufs Gasrohr: Wie hier auf der Baustelle bei Poigenberg (Gemeinde Pastette n) wird vielerorts im südlichen und östlichen Landkreis an der Erdgasfernleitung Monaco gearbeitet. 

Gasfernleitung Monaco

Im Winter wird weiter geschweißt

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Mit den Arbeiten an der Erdgasfernleitung Monaco liegt der Konzern Bayernets gut im Zeitplan. Auch über den Winter geht der Betrieb auf den Baustellen weiter.

Landkreis– Die Rohrlagerplätze lichten sich allmählich, die dicken Hohlkörper verschwinden nach und nach im Boden, mancherorts ist gar schon fast wieder Gras drüber gewachsen:Seit rund einem Jahr prägen die Baustellen für die Erdgasfernleitung Monaco, die der Münchner Konzern Bayernets verlegt, den südlichen und östlichen Landkreis. Auf einer Länge von immerhin 25 Kilometern führt die Pipeline durch die Gemeinden St. Wolfgang, Isen, Buch, Pastetten, Wörth, Forstern, Neuching, Ottenhofen und Finsing, wo sich ein großer Netzknoten befindet.

Die bauvorbereitenden Maßnahmen waren bereits im vergangenen Herbst gestartet. Es wurden rund 30 Meter breite Arbeitsstreifen angelegt. Seit dem Sommer laufen Rohr- und Tiefbauarbeiten. „Sie schreiten zügig voran“, berichtet Bayernets-Sprecher Marc-Boris Rode auf Nachfrage unserer Zeitung. So sei die Rohrausfuhr in den Trassenabschnitten fast abgeschlossen. Die Schweißarbeiten verliefen ebenfalls nach Plan. Zudem würden die Rohrverlegungen und die dazugehörigen notwendigen Arbeiten wie das Ausheben und das Wiederverfüllen der Rohrgräben fortgeführt.

Mit den Baumaßnahmen soll es zügig vorwärts gehen. Als Nächstes sind die Tiefbauarbeiten auf den Flächen der zukünftigen sogenannten Schiebergruppen geplant. Über diese wird die Gasleitung in Abschnitte aufgeteilt, die über die Schieber geregelt werden. Derzeit erfolgen die dazugehörigen Fundamentarbeiten. Für die Monaco-Leitung gibt es auf der Gesamtlänge von 87 Kilometern von Burghausen bis Finsing laut Rode insgesamt sechs Strecken-Absperrstationen. Dort kann dann zukünftig die Pipeline bei Bedarf abgesperrt werden.

Während viele Arbeiten im Freien über den Winter ruhen, ist auf den Monaco-Baustellen weiter Betrieb. „Das Schweißen kann auch im Winter durchgeführt werden“, erklärt der Konzernsprecher. „Grundsätzlich muss hierzu der jeweilige Schritt entsprechend bewertet werden.“ Im Falle der Schweißarbeiten beispielsweise könne durch eine entsprechende Einhausung für die Schweißer dafür gesorgt werden, dass während des Prozesses die Schweißnaht nicht abkühlt. Zusätzlich müsse das Rohrmaterial ausreichend vorgewärmt sein.

Bei den Tiefbauarbeiten müsse von Fall zu Fall immer zusammen mit den Tiefbau- und Bodenexperten entschieden werden, welche Arbeiten durchgeführt werden können, erläutert Rode und kann berichten: Zwischenfälle auf den Baustellen gab es bisher keine.

Dafür durchwegs positive Resonanz seitens der Bevölkerung. „Den Bürgern ist die Notwendigkeit einer funktionierenden Gasinfrastruktur sehr bewusst“, erklärt Rode. Die neue Erdgasfernleitung werde von der Öffentlichkeit als ein „wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit“ gesehen. Mit der Monaco-Pipeline werde der Gastransport von und zu den am Netz der Bayernets angeschlossenen großen Erdgasspeichern in Südbayern und Österreich in der erforderlichen Höhe ermöglicht. „Zudem werden die Netzstabilität und Netzflexibilität verbessert“, sagt Rode.

Insgesamt liegt die Bayernets im Zeitplan: „Die Inbetriebnahme ist weiter für den Herbst 2018 geplant“, sagt Rode. Nach Ende der Arbeiten werde die uneingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung der Flächen sichergestellt sein. Die Wiederherstellung von Straßen und Wegen werde in Abstimmung mit Gemeinden und Straßenbaulastträgern erfolgen. Danach sollen nur noch gelbe Schilderpfähle daran erinnern, dass hier im Jahr 2017 metertief in den Boden gegraben wurde: Die Pfähle markieren den Verlauf der Gasleitung.

Von Vroni Macht

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