Jederzeit bereit für die Eröffnung nach dem Lockdown ist der Gasthof zur Post in Erding (v. l.): Pächter-Ehepaar Daniela und Mario Pianka, Küchenchef Michael Neumann und Restaurantleiterin Andrea Neugschwendtner.  Foto: Ostermaier
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Jederzeit bereit für die Eröffnung nach dem Lockdown ist der Gasthof zur Post in Erding (v. l.): Pächter-Ehepaar Daniela und Mario Pianka, Küchenchef Michael Neumann und Restaurantleiterin Andrea Neugschwendtner.

Neues Pächter-Ehepaar Pianka steht in Startlöchern

Gasthof Zur Post sehnt Eröffnung herbei

Das Gasthof zur Post in Erding ist nach Pächterwechsel und Umbau wieder startklar. Die Neueröffnung verzögert sich aber noch, die Pandemie macht es im Moment unmöglich.

Erding – Der 11. November sollte ein großer Tag im Gasthof zur Post werden. Nach monatelangen Umbauarbeiten wollte die Erdinger Traditionswirtschaft unter dem neuen Pächter Mario Pianka wieder eröffnen. Wegen des Corona-Lockdown ist der Neustart allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben. Gäste können aber Verzehrgutscheine erwerben.

Mitten im ersten Lockdown hatte Pianka den Pachtvertrag mit der Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung unterschrieben, um die Wirtsfamilie Rötzer nach 35 Betriebsjahren zu beerben. „Im Nachhinein war es schon eine Unterschrift ins Ungewisse“, sagt der 34-Jährige angesichts der nicht planbaren Entwicklung. Dennoch bereut der Gastronom den Schritt nicht.

Bereits im Frühjahr starteten die Umbauarbeiten. Teilweise wurde bestehendes Mobiliar erhalten. „Wir wollten den alten Wirtshaus-Charme bewahren, aber es etwas moderner gestalten“, erklärt Daniela Pianka (27), die ihren Ehemann in der Gastro GmbH auch im Einkauf unterstützt. Die Ausrichtung der Gaststätte steht unter dem Motto „Kulinarische Reise von Bayern nach Südtirol“. Seit einigen Wochen ist nun alles fertig.

„Wir gestalten gerade Details und sind jetzt schon weit über den Standard hinaus, in dem man ein Lokal eröffnet“, sagt Mario Pianka – wäre da nur nicht der zweite Lockdown. Schon im Oktober ahnte der Erdinger, dass sich die Einschränkungen wieder verschärfen könnten. Dass die Gastronomie gar keine Gäste empfangen darf, hat ihn allerdings überrascht. Pianka bedauert das.

Die Wirtsleute haben sich bewusst gegen Essen zum Mitnehmen entschieden. „Der erste Eindruck der Gäste soll vor Ort und nicht aus dem Papperdeckel-Schachterl sein“, sagt Daniela Pianka. To-go-Essen sei außerdem nur ein Notnagel, und die Post müsse sich ihren Kundenstamm erst noch aufbauen, ergänzt ihr Mann.

Der 34-Jährige ist aber überzeugt: Die Zeit der Gastronomie wird wieder kommen. Die Mitarbeiter der Post, die teilweise aus der Therme oder dem Weißbräu gewechselt haben, sind aktuell in Kurzarbeit. Weitere Beschäftigte wie ein Spüler werden gesucht, sobald das Gasthaus öffnen kann. Pianka könnte sich vorstellen, dass dies erst im März der Fall ist. „Sobald aber der Startschuss fällt, sind wir bereit.“

Zur Überbrückung gibt es eine Weihnachtsgutscheinaktion, von der auch Senioren profitieren. Zehn Prozent aller Einnahmen gehen in Form von Verzehrbons an bedürftige Rentner, die von der Fischer’s Stiftung ausgewählt werden. Die Gutscheine können im Gasthof zur Post gekauft werden, donnerstags und freitags von 17 bis 19 Uhr und samstags, 11 bis 13 Uhr.

Markus Ostermaier

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