Prof. Klaus Buchner ist Atomphysiker.

Geballter Protest gegen Isar 1

Taufkirchen - Die geplante Laufzeitverlängerung von Isar 1 wollen die Menschen im Landkreis nicht so einfach hinnehmen. Der Widerstand auf breiter Front wächst.

Was von der Bundesregierung als „Laufzeitverlängerung“ tituliert wird, ist für viele Menschen im Landkreis nichts anders als eine „Gefahrzeitverlängerung“. 31 Jahre ist der Reaktor Isar 1 alt. Die Bundesregierung will einen weiteren Betrieb bis 2018 genehmigen. Dabei muss bei dem Atommeiler offenbar stetig nachgerüstet werden, um den steigenden Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Das legt ein Gutachten des TÜV Süd nahe.

Die Angst vor einem schwerwiegenden Störfall wächst. Nicht nur in Landshut selbst sondern auch in allen Landkreisen rundum protestieren immer mehr Menschen für eine Abschaltung des alten Reaktors. Selbst die CSU in Landshut will, dass der Reaktor vom Netz geht. Im Landkreis hat sich mittlerweile ein breites Bündnis aus verschiedensten Verbänden und Organisationen gebildet. Der Bund Naturschutz Taufkirchen/Holzland, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, die Bürgerinitiativen AufgeMUCkt, Holzland, Isartal, der Fachverband Biogas e.V., die Freien Wähler Steinkirchen, die Jungen Ökologen, die Katholische Landjugendbewegung im Landkreis, die Tagwerk-Genossenschaft, das Bündnis für den Atomausstieg BÜFA, die ÖDP und die Initiative Gentechnikfreie-Anbauregion-Erdingkämpfen gemeinsam für das Aus von Isar 1.

Am Mittwoch, 27. Oktober, holt das Bündnis den Atomphysiker Prof. Klaus Buchner um 20 Uhr ins Gasthaus Weißbräu nach Taufkirchen. Der renommierte und unabhängige Wissenschaftler wird auf die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke eingehen. Buchner wird auch umfangreich zur Sicherheit von Isar 1 Stellung beziehen. Rainer Forster, der Hauptorganisator des Abends ist: „Thematisiert wird auch die Lagerung des hochradioaktiven Atommülls in einer Halle unmittelbar neben den Kraftwerken, bis ein Endlager gefunden ist, nachdem schon seit 60 Jahren gesucht wird. Am Ende des Referats wird Buchner einen Ausweg aus der Energieproblematik aufzeigen, der sicher ist und nachfolgenden Generationen keine Lasten auferlegt.“

Anton Renner

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