Glückwünsche für den Gefäßspezialisten (v. l.): Vorstand Dirk Last, Landrat Martin Bayerstorfer, Pflegedirektorin Gertrud Friess-Ott, Professor Dr. Dr. Joachim Dörrler, Oberarzt Dr. Matthias Schmutterer und Vorstand Christian Maier. Foto: ham

Gefäßchirurg Dörrler in der Top-Ärzte-Liste des Magazins Focus

Erding - Jubel im Kreiskrankenhaus Erding: Professor Dr. Dr. Joachim Dörrler wird vom Magazin Focus in die Reihe der 50 besten Gefäßchirurgen in ganz Deutschland gestellt. In der Tat: Dörrlers Abteilung boomt, arbeitet wirtschaftlich und setzt Medizin-Standards.

Für die Chefetage des Kreiskrankenhauses Erding und des Landkreises als Träger ist die Aufnahme in die Top-Mediziner-Liste des Magazins Focus deswegen so erfreulich, „weil Dörrler und seine Abteilung der beste Beweis dafür sind, dass man auch in einem kommunalen Haus der Grund- und Regelversorgung bundesweit beachtete Spitzenmedizin leisten kann“, so Landrat und Klinik-Verwaltungsratschef Martin Bayerstorfer am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Das Focus-Ranking basiert auf 27 800 Empfehlungen von Patienten, Ärzten, Forschern und Selbsthilfegruppen. Gekürt wurden über 1000 Top-Mediziner. Hinzu kommt: Die Erdinger Abteilung zählt zu den 88 zertifizierten Gefäßzentren im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihr bescheinigten die beiden Geschäftsführer Christian Maier und Dirk Last ein seit Jahren anhaltendes Wachstum. Und Pflegedirektorin Gertrud Friess-Ott, die die „ausgezeichnete Kooperation zwischen Ärzten und Pflegern“ lobte, erklärte: „Hier wird Exemplarisches geleistet. Respekt vor diesem Lebenswerk.“

Dörrler war 1992 vom Klinikum rechts der Isar in München nach Erding gekommen, um am Kreiskrankenhaus eine gefäßchirurgische Abteilung aufzubauen. Bei der Therapie mehrerer Krankheitsbilder gebe man mittlerweile den Ton an, so der Professor. Daher werde man nicht nur von Patienten aus der Region, sondern bis weit über München hinaus aufgesucht. Als ein Beispiel nannte er die Schlaganfallversorgung, bei der Stents in verengte Gefäße eingeführt würden. Dies sei vor allem für die Patienten sehr komfortabel und risikoarm. Dörrler und sein Team - neben dem Chef- und zwei Oberärzten sind das fünf Assistenzärzte, 15 Pflegekräfte in der Abteilung sowie viele weitere auf der Station mit 40 Betten sowie drei eigens ausgebildete Gefäßassistentinnen in der Ambulanz-Sprechstunde - versorgen auch gefährlich erweiterte Gefäße. Mit modernsten und sehr teuren Prothesen wird dabei verhindert, dass etwa die Bauchschlagader an der ausgeweitete Stelle reißt und zum Verbluten führt. Maßstäbe, so Dörrler weiter, „setzen wir auch in der Beinerhaltung“. Denn Gefäßkranke würden häufig unter offenen Wunden leiden, die kaum heilen. „Nur durch die richtige Versorgung lassen sich Amputationen vermeiden“, so der Chefarzt. Pro Quartal werden 400 Menschen ambulant behandelt, 800 unterziehen sich pro Jahr zum Teil großen Eingriffen.

Infotag im Klinik-Foyer: Die Abteilung für Gefäßchirurgie lädt am morgigen Samstag zu einem Patientenforum ein. Von 12 bis 17 Uhr wird sich das Team um Professor Dr. Dr. Dörrler der Öffentlichkeit vorstellen. Neben Dörrler referiert auch Oberarzt Dr. Matthias Schmutterer. Dabei werden die Erkrankungen der Gefäße und deren Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Zudem besteht die Gelegenheit, sich in der gefäßchirurgischen Ambulanz mittels Ultraschalls die Bauchaorta untersuchen zu lassen. Der Eintritt ins Foyer ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

(ham)

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