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Zertifikate und Ausweise bekamen die neuen DB-Schülerbegleiterinnen der Mädchenrealschule. Lehrer Andreas Steinegger, Rektor Josef Grundner, Hartmut Brach (Bundespolizei), Tilo Stock (Deutsche Bahn) und Ausbilder Klaus Figur (hinten, v. l.) freuten sich mit (vorne, v. l.) Franziska Traut, Nicole Heller, Andrea Ortner, Laura Polomski, Lisa Fürfanger, Natalie Triller, Milena Weidler und Helena Meyer.

DB-Schülerbegleiter 

Gegen Vandalen in der S-Bahn im Einsatz

Erding – Jeder, der viel S-Bahn fährt, kennt die Situationen: Füße auf den Sitzen, lautstarkes Herumgepöbele oder das Vollschmieren mit Graffiti. Wegen solcher Vorfälle hat die S-Bahn München 2007 in Zusammenarbeit mit Schulen und Bundespolizei das Projekt „Schülerbegleiter“ ins Leben gerufen. Dazu haben sich auch wieder Schülerinnen der Mädchenrealschule Heilig Blut ausbilden lassen.

Jeder, der viel S-Bahn fährt, kennt die Situationen: Füße auf den Sitzen, lautstarkes Herumgepöbele oder das Vollschmieren mit Graffiti. Wegen solcher Vorfälle hat die S-Bahn München 2007 in Zusammenarbeit mit Schulen und Bundespolizei das Projekt „Schülerbegleiter“ ins Leben gerufen. Dazu haben sich auch wieder Schülerinnen der Mädchenrealschule Heilig Blut ausbilden lassen.

Sie sollen unter dem Motto „Überzeugen statt Petzen“ Streitereien frühzeitig erkennen und Mitschüler auf Fehlverhalten hinweisen. 1400 Jugendliche aus der Region München haben bislang an dem Projekt teilgenommen, die Mädchenrealschule ist zum fünften Mal dabei.

Für ihre Leistungen bekamen die Mädchen Zertifikate und Ausweise, dass sie DB-Schülerbegleiter sind. Darauf sind unter anderem wichtige Telefonnummern zu finden.

20 Schulstunden dauerte die Ausbildung. Sie befasste sich unter anderem „mit dem Aufbau der S-Bahn, dem Blick ins Führerhaus des Lokführers und mit Mobbing in der S-Bahn“, erzählt die 14-jährige Lisa Fürfanger, eine der acht neuen Schülerbegleiterinnen.

Schulleiter Josef Grundner steht voll hinter der Aktion. Er findet es gut, dass sich Freiwillige gefunden haben. Ihn selbst regt es „immer furchtbar auf, wenn Leute die Füße in der Bahn hochlegen“. Gleichzeitig warnt er seine Schülerinnen davor, „übermütig zu werden“.

Hartmut Brach, Polizeihauptmeister der Bundespolizeiinspektion München, „freut sich immer besonders, dass sich Mädchen melden“. Aber auch er mahnte: „Bringt Euch nicht selbst in Gefahr.“ Seine Erfahrung: Seit das Projekt eingeführt wurde, „geht es gesitteter zu. Wir hören von den Lokführern, dass es was bewirkt.“ Auch für die Mädchen ist dieser Dienst von Nutzen. Neben dem Vermerk im Zeugnis „haben sie in der Ausbildung was fürs Leben gelernt“, meinte Brach.

Sebastian Hartinger 

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