Flughafen München

Gelegenheitsarbeiter will Mädchen (13) vergewaltigen: Haftstrafe

Erding/Landshut – Zwei Jahre muss ein 35-jähriger Mann ins Gefängnis. Die Anklage lautet auf versuchte Vergewaltigung und vorsätzliche Körperverletzung. 

Das 13-jährige Mädchen aus Gauting (Kreis Starnberg) hatte Glück gehabt: Die Vergewaltigung auf einer Toilette des Flughafens München scheiterte. Weil ein 35-jähriger rumänischer Gelegenheitsarbeiter sie aber nach eigenem Geständnis mit sexuellen Absichten auf der Toilette des Parkhauses P20 auf dem Flughafen attackierte, schickte das Landgericht Landshut den Angeklagten wegen versuchter Vergewaltigung und vorsätzlicher Körperverletzung für zwei Jahre hinter Gitter.

Wie zum Prozessauftakt berichtet, hatte die Schülerin den verheirateten Gelegenheitsarbeiter am Hauptbahnhof München kennengelernt und mit ihm sowie zwei seiner Bekannten die Nacht mehr oder minder durchgezecht. Als sie am nächsten Tag zum Biereinkauf zum Flughafen München fuhren, wollte der Angeklagte das Mädchen auf der Damentoilette im Parkhaus vergewaltigen. Es kam zu einer Rangelei und schließlich verhinderten zwei Luftsicherheitsbeauftragte die geplante Tat.

Zum Prozessauftakt hatte der 35-Jährige eingeräumt, eine Vergewaltigung der 13-Jährigen, die sich aber als 17-Jährige ausgegeben habe, beabsichtigt zu haben. Allerdings sei er so betrunken gewesen, „dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte.“ Es sei zwar zu keinerlei sexuellen Handlungen gekommen, so Richter Oliver Dopheide, allerdings reiche es nach einem BGH-Urteil aus, wenn Nötigungshandlungen begangen würden, um zum Geschlechtsverkehr zu kommen. Das moderate Strafmaß resultiere auch daraus, dass dem 35-Jährigen eine gefährliche Körperverletzung nicht nachzuweisen war.

ötl

Rubriklistenbild: © dpa

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