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Wie sieht die Zukunft des Klösterl aus? Nächstes Jahr soll dazu eine Bürgerwerkstatt stattfinden. 

Gemeinderat Wörth

Beim Klösterl sollen die Wörther mitreden

Bürgerwerkstatt 2019 geplant - Gneißl: „Sämtliche Wege sind offen“. Mit der Frage ob und wie es mit dem Areal rund um das Wirtshaus Klösterl in Wörth weiter gehen soll setzte sich der Gemeinderat auseinander. 

Wörth – Wie geht es mit dem Areal rund um das Wirtshaus Klösterl in Wörth weiter? Mit dieser Frage setzte sich der Gemeinderat erneut auseinander und fasste dazu einen Grundsatzbeschluss: Das Thema soll in einer Bürgerbeteiligung „auf Basis einer breiten Mitwirkung“ umfassend behandelt werden. Deshalb will man im ersten Halbjahr 2019 zu einer Bürgerwerkstatt einladen, um in einen breit gefächerten Gedankenaustausch einzusteigen.

„Das erscheint mir als vernünftigster Weg“, meinte Gemeindechef Thomas Gneißl (ÜPWG). Schließlich habe die Gestaltung der Fläche gegenüber dem Gemeindehaus am Wörther Platzl eine „intensive Zukunftswirkung“. Auch Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) fand die Idee sehr gut. Der Beschluss über diese Vorgehensweise war einstimmig.

Viele Bürger machen sich für den Erhalt der Gastwirtschaft stark. In diesem Fall würde sich ein Neubau des stark renovierungsbedürftigen Gebäudes abzeichnen. Der Gemeinde liegt zum Klösterl eine Liste von mehr als 350 Unterschriften vor, mit dem Appell, die Wirtschaft am Ort zu erhalten (wir berichteten). Aufgrund dessen hat Wörth bereits im vergangenen Jahr ein Gutachten der Hotel- und Gaststätten-Beratungsgesellschaft in Auftrag gegeben, das eine betriebswirtschaftliche Betrachtung durchgeführt hat. Die Ergebnisse sollen transparent gemacht werden.

Außerdem hat die Gemeinde bei der Kommunalaufsicht des Landkreises nachgefragt, ob der Bau einer Gaststätte rechtsaufsichtlich problematisch sei. Laut Rechtsaufsicht sei das Gastgewerbe „kein Belang der örtlichen Gemeinschaft“. Die gastronomische Versorgung sei „vielmehr der privaten Wirtschaft vorbehalten“. Doch es wurde hier auch eine Möglichkeit für den Gaststättenerhalt aufgezeigt: Sofern eine Kommune eine Gaststätte „erwirbt oder diese als Teil einer gemeindlichen Einrichtung errichtet, kann der gemeindliche Aufgabenkreis eröffnet und somit als zulässig anzusehen sein“. Die Gemeinde könne diese Gaststätte dann verpachten und müsse dabei ein „marktübliches Entgelt verlangen“, so die Rechtsaufsicht.

Bürgermeister Gneißl meinte auf Nachfrage der Heimatzeitung, dass „sämtliche Wege offen sind“. Man wolle keine vorschnelle Entscheidung treffen, sondern im Bürgerdialog eine gute Lösung finden. Das Gebiet sei grundsätzlich im Rahmen einer weiteren Ortskernentwicklung zu betrachten.

Die Bürgerwerkstatt im kommenden Jahr soll Gestaltungswege aufzeigen und von einem unabhängigen Moderator begleitet werden. Die Entscheidung über die Ergebnisse liegt letztlich beim Gemeinderat.

VON VRONI VOGEL

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