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Ein prächtiges Bild gab die Fronleichnamsprozession in Erding ab. Angeführt von der Stadtkapelle, den Fahnenabordnungen, Zunftstangen-Trägern, Ministranten und Stadtpfarrer Martin Garmaier mit der Monstranz zogen hunderte Gläubige bei Sonnenschein durch die Lange Zeile. 

Fronleichnam in Erding 

Gemeinsam mit Gott auf dem Weg

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Erding - Es war ein imposantes Bild – und eine beeindruckende Demonstration de Glaubens. Hunderte Katholiken beteiligten sich an der Fronleichnamsprozession durch die Erdinger Innenstadt.

„Gemeinsam sind wir auf dem Weg. Und wo immer wir sind, ist auch Gott.“ Das sagte Stadtpfarrer Martin Garmaier eingangs des Festgottesdienstes am Donnerstagfrüh in St. Johannes. Hunderte Katholiken feierten mit ihm – traditionell zehn Tage nach Pfingsten – Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, und Ausdruck dafür, „dass Gott immer unter uns ist“.

Einige Erstkommunionkinder hatten in den vorderen Reihen Platz genommen. Auch Landrat Martin Bayerstorfer, Oberbürgermeister Max Gotz und zahlreiche Stadträte wohnten dem Festgottesdienst bei. Fahnenabordnungen von elf Vereinen zogen gemeinsam mit Ministranten und Pfarrer in die Kirche ein. Die Johannesbläser und Organist Georg Rothenaicher gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

In seiner Predigt ging Garmaier auf Moses ein, der das Volk Gottes ins gelobte Land führte. Kurz vor dem Ziel habe Moses die Menschen an die Höhen und Tiefen ihrer 40-jährigen Wanderschaft erinnert: Gott habe sie stets aus Notsituationen herausgeführt und dafür gesorgt, dass sein Volk nicht untergehe. Dies gelte bis heute. Gott trage Sorge für die Menschen, trete für sie ein, begleite sie in seiner Liebe und Stärke. Jesus sei die Krönung dessen.

Garmaier rief die Katholiken dazu auf, Gott zu vertrauen, „ihn immer wieder in den Blick zu nehmen und zu erkennen: Gott ist mitten unter uns. Er ist der wahre, treue Begleiter, der uns immer zur Seite steht.“

Ein Ausdruck dafür ist die Fronleichnamsprozession, die – angeführt von der Stadtkapelle – durch die Lange Zeile, die Pfendtnergasse und den Rätschenbach über die Landshuter Straße zum Schrannenplatz führte. Garmaier trug die Monstranz mit dem Allerheiligsten. Neben den Vereinsfahnen wurden die Zunftstangen mitgetragen. Sie zeigen die Schutzpatrone verschiedener Berufsgruppen.

Die Erstkommunionkinder streuten Blütenblätter auf dem Weg zu den drei schönen Freialtären, die aufgebaut waren. Dort hielten die Gläubigen zu Gebet und Gesang inne. Zum Abschluss ging es zurück in die Stadtpfarrkirche, wo alle gemeinsam nach dem Schlusssegen „Großer Gott wir loben dich“ angestimmten.

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