Strahlende Gesichter gab es bei den Absolventen und ihren Lehrern. Staatlich geprüfte Wirtschafter für Landbau sind jetzt Ludwig Aigner aus Altham, Bernhard Betz aus Weng (Kreis Freising), Michael Blasi aus Holzmann (Dorfen), Georg Brandl aus Wies bei Grüntegernbach, Caroline Brielmair aus Grucking, Markus Deutinger aus Dürnberg (Pastetten), Franz Johann Eckl aus Neufahrn (Freising), Christian Freiwald aus Köckmühle (Forstinning), Albert Furtner aus Niederlern, Markus Gaigl aus Oberöd (Lengdorf), Josef Grasser aus Gasteig (Grafing/EBE), Anton Gritscher aus Landsham, Josef Hauder aus Mitterbuch, Matthias Huber aus Finsing, Thomas Kressierer aus Oberding, Andreas Martin Loidl aus Weiding (St. Wolfgang), Florian Marsmann aus Harting (Hohenpolding), Georg Messerer aus Oberndorf (EBE), Wolfgang Niedermayr aus Abersdorf (EBE), Florian Obersojer aus München, Johann Vorbuchner aus Tegernbach und Albert Wiefarn aus Reit (Isen). foto: Landwirtschaftsschule ED

Abschlussfeier

Landwirtschaftsschule Erding: Mit Geschick und Fachwissen

Erding - 22 staatlich geprüfte Wirtschafter im Landbau sind an der Landwirtschaftsschule Erding feierlich verabschiedet worden. Die Besten unter ihnen waren Albert Furtner aus Niederlern (Notenschnitt 1,28), Caroline Brielmair (1,42) aus Grucking und Ludwig Aigner aus Altham (1,78).

„Die Landwirtschaft braucht junge, gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Sie können daher auf das Erreichte Stolz sein, denn in der Landwirtschaftsschule wird viel geistiges Können, aber auch Fleiß verlangt.“ Mit diesen Worten begrüßte Otto Roski, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding, die Absolventen, Eltern und Lehrer zur Abschlussfeier im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Die Zeugnisverleihung ist ein großer Moment im Leben der 22 Absolventen, die jetzt den Titel „Staatlich geprüfte Wirtschafter für Landbau“ führen dürfen. Darunter befindet sich mit Caroline Brielmair aus Grucking auch eine junge Frau, die damit beweist, dass Landwirtschaft keine reine Männerdomäne ist.

„Wir bilden an der Landwirtschaftsschule vorrangig den Leiter eines landwirtschaftlichen Betriebes aus. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt im Erkennen natürlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Umweltrechtliche Belange und Tierschutzaspekte spielen dabei eine zentrale Rolle“, sagte Semesterleiterin Beate Eder. Mit einer eigenständig erstellten Buchführung analysierten die Studierenden ihre landwirtschaftlichen Betriebe. Darauf aufbauend wurden Stärken und Schwächen herausgearbeitet und beurteilt. Auf dieser Basis entwickeln die angehenden Betriebsleiter Optimierungslösungen und Entwicklungsziele. Neben der konventionellen Landwirtschaft werden auch die Umstellung auf ökologischen Landbau oder Diversifizierungslösungen wie Direktvermarktung oder Energieerzeugung durchdiskutiert.

Trotz vielfältiger Möglichkeiten stehe die Landwirtschaft heute vor großen Herausforderungen, so Roski. Die Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln steige ebenso wie die Anforderung an tier- und umweltgerechteren Produktionsverfahren. „So ist enormes produktionstechnisches Geschick und betriebswirtschaftliches Fachwissen der Betriebsleiter gefordert, um kostengünstig in Konkurrenz zum Weltmarkt produzieren zu können“, sagte Roski.

Um unter zunehmendem bürokratischen Aufwand und steigenden Standards hochwertige Lebensmittel herzustellen, Energie zu erzeugen und die Kulturlandschaft zu pflegen, müssten die erfolgreichen Absolventen auch künftig die Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung mitbringen. „Leistet auch euren Beitrag zum Dialog mit den Verbrauchern. Beteiligt euch in euren Dörfern aktiv an den öffentlichen Diskussionen über landwirtschaftliche Themen und informiert Interessierte über die Produktion von Nahrungsmitteln“, appellierte Roski an die Studierenden.

Mit der Zahl der Absolventen war Roski zufrieden. Er betonte, der Schulstandort Erding sei auch überregional von Bedeutung. So kamen in diesem Abschlussjahr neben 15 Studierenden des Landkreises weitere zwei aus dem Kreis Freising, vier aus Ebersberg und einer aus München. Das zweite Semester startet heuer mit 24 Studierenden. Für das Wintersemester liegen 23 Anmeldungen vor. 

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