Gesellschaft des Landkreises

83 neue Wohnungen für Bedürftige

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Die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises wird in den kommenden Jahren in Taufkirchen und Erding tätig.

Erding– Die Wohnungsnot wächst und wächst. Die Rufe nach Aktivitäten der Wohnungsbau- und Grundstücksgesellschaft des Landkreises wurden immer lauter. Aktuell hat sie 131 Wohnungen in Erding, Dorfen und Isen, die sie zu günstigen Mieten anbietet. Diese Zahl ist laut Geschäftsführer Matthias Vögele in etwa konstant. Zuletzt wurde 2007 gebaut: in Erding an der Karlsbader Straße. In den nächsten Jahren seien 83 neue Wohnungen geplant, sagt Vögele auf Nachfrage.

Das Projekt an der Reckenbacher Straße in Taufkirchen mit 18 Wohnungen steht nach Angaben des Geschäftsführers 2018 auf der Agenda. Die weiteren Wohneinheiten würden am Thermengarten in Erding geschaffen. Wann genau, das wisse er noch nicht, sagt Vögele – „je nachdem, ob die Archäologen etwas finden“.

Der Mietzins liege in der Regel 20 bis 25 Prozent unter dem ortsüblichen Wert. Dabei orientiere man sich am Mietspiegel, erläutert der Geschäftsführer. Voraussetzung für den Einzug sei ein Berechtigungsschein, der die soziale Bedürftigkeit belegt. Sozialwohnungen nach den strengen Förderkriterien der Regierung von Oberbayern baue die Gesellschaft in der Regel aber nicht. Barrierefreiheit und Aufzüge auch schon in kleinen Gebäuden seien einfach teure Vorgaben.

Vögele stellte am Montag dem Kreisausschuss den Bericht über die Geschäftstätigkeit 2016 vor. Der Jahresüberschuss habe knapp 34 000 Euro betragen. Das Plus sei durch geringe Instandhaltungskosten erreicht worden, erläuterte der Geschäftsführer. Die Kreisräte waren zufrieden und stimmten dem Bericht geschlossen zu.

Beratungsstelle für ältere Bürger

Ulla Dieckmann (SPD) wollte wissen, wie es mit der Eigenheimförderung in einem Erbpacht-Modell laufe. „Wir haben bisher kein Grundstück vergeben“, erklärte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU). Anfragen gebe es immer wieder. Knackpunkt sei aber, dass keine Flächen zur Verfügung stehen.

Ums Wohnen geht es auch bei einem neuen Angebot, das der Ausschuss einstimmig beschlossen hat: eine kommunale Wohnberatung im Landratsamt. Die Stelle, die mit einer Halbtageskraft besetzt wird, richtet sich insbesondere an Senioren und behinderte Landkreisbürger. „Es ist der Wunsch vieler älterer Leute, in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben zu können“, erläuterte Johanna Roschitz, Leiterin der Abteilung Jugend und Soziales.

Oft müssten nur kleine Dinge verändert werden, um das möglich zu machen: Einsatz von Hilfsmitteln, veränderte Zimmernutzung, kleine Maßnahmen für Barrierefreiheit. Der Wohnberater informiere auch über Finanzierungsmöglichkeiten, heißt es einer Pressemitteilung des Landratsamtes dazu. Grundsätzlich ist eine Beratung in der Behörde vorgesehen. Hausbesuche seien aber möglich.

Das Personal sei vorhanden, erklärte Bayerstorfer. Es werde nur umgeschichtet. Der offizielle Beschluss sei aber nötig für eine staatliche Förderung aus dem Programm „Selbstbestimmtes Leben im Alter“. Die Personal- und Sachkosten von 61 000 Euro in den kommenden zwei Jahren könnten mit 40 000 Euro Zuschuss gegenfinanziert werden.

Timo Aichele

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