Ein Faible für Gitarren hat Peter Lehan. Wie man die Instrumente pflegt und repariert, demonstriert er am heutigen Samstag an der Kletthamer Erlöserkirche.
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Ein Faible für Gitarren hat Peter Lehan. Wie man die Instrumente pflegt und repariert, demonstriert er am heutigen Samstag an der Kletthamer Erlöserkirche.

Peter Lehan zeigt heute, wie seine Arbeit funktioniert

Erding: Gitarren-Werkstatt im Glas-Pavillon

Gitarren sind die Leidenschaft von Peter Lehan. Wie man sie pflegt und repariert, zeigt er heute, Samstag, in Klettham.

Klettham – Gitarre spielt Peter Lehan seit 1984, Reparaturen und Pflegearbeiten an Zupfinstrumenten aller Art führt er seit zwei Jahren im Werkstatt-Café der Caritas Erding aus. Jetzt lässt sich der 57-Jährige im verglasten Info-Container an der Kletthamer Erlöserkirche von Interessierten bei der Arbeit über die Schulter schauen. Heute, Samstag, ist er von 9 bis 18 Uhr vor Ort.

Eigentlich dient der Container als Quartiersbüro, soll vier Jahre lang Anlaufstelle für die Bürgerschaft im Stadtviertel sein, um sich dort über geplante Veränderungen zu informieren. Davon bekam Lehan Wind, kontaktierte das Stadtmarketing im Rathaus und bekam die Erlaubnis, dort für zwei Tage Reparaturen an Zupfinstrumenten anzubieten.

„Ich arbeite normalerweise bei mir zuhause im Dachgeschoss, aber ich dachte mir, dass sich vielleicht auch andere Leute dafür interessieren. Gerne berate ich zudem künftige Musiker, die durchaus mal auf einer meiner Gitarren zur Probe spielen dürfen“, sagt der engagierte Gitarrentechniker, der auch in einer Sechs-Mann-Band spielt.

Es ist ihm wichtig, Menschen für die Pflege von Musikinstrumenten zu sensibilisieren, „denn viele wissen gar nicht, dass zum Beispiel das Holz eines Gitarren-Körpers oder des Griffbretts samt der Saiten ohne entsprechende Behandlung mit speziellem Öl einreißen kann“.

Lehan optimiert aber auch die so genannte Saitenlage über dem Griffbrett nach Präferenz des jeweiligen Spielers, poliert die Bünde dort oder reinigt ein Instrument, wie die Cuatro venezolano, eine spezielle Gitarre. Gleich am Freitagmorgen, als er den Container bezog, kamen die ersten Besucher zu ihm und stellten Fragen zum Thema.

„Wenn die Aktion gut läuft, wiederhole ich sie vielleicht im Frühjahr“, sagt der Kletthamer. „Schließlich sorgt sie auch für etwas mehr Lebensqualität hier in unserem Viertel“. FRIEDBERT HOLZ

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