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Esoterische Tierkommunikation vermittelte Heilpraktikerin Beate Seebauer (3. v. r.), die vom Team des Tierschutzvereins begrüßt wurde (stehend, v. l.): Marlene Meier, Solveig Wanninger und Stefanie Müller.

Vortrag über Tierkommunikation

Glücksschweine und diktierende Hunde

Kirchasch – Auch mit Tieren lasse sich von Seele zu Seele sprechen. Das sagte Heilpraktikerin Beate Seebauer bei einem Vortrag

Wer Tiere als Familienmitglieder begreift, sie genau beobachtet und eine enge Bindung zu ihnen entwickelt, der kann mehr und mehr ihre Sprache verstehen. Seriöse Fachliteratur hilft dabei, die Mimik, Gestik, Körperhaltung und Laute von Hund, Katze, Pferd und Co. zu entschlüsseln. Die Heilpraktikerin und Buchautorin Beate Seebauer begab sich mit ihrer Tierkommunikation ins Gebiet der Esoterik. In ihrem Vortrag „Tierische Herzenswünsche“ im gut besuchten Tierheim des Landkreises weihte sie die Leserschaft in ihre Lehre ein.

Man könne mit den Tieren ein Gespräch von Seele zu Seele führen. „Kommunikation kann man mit jedem Tier machen“, selbst wenn es schon verstorben sei. Die hohe Kunst sei es, den ewigen „Zweifler“, den Verstand, zum Schweigen zu bringen. „Wir warten auf den Beweis, doch vertrauen lernt man mit dem Herzen.“ Zu einem ihrer Bücher sagte die Autorin: „Mein Hund hat mir die Worte diktiert.“ Auch habe sie schon einmal mit zwei Schweinen gesprochen, die vor dem Schlachter gerettet worden seien. „Ich bin ein Glücksschwein“, habe ihr das eine erzählt, so Seebauer.

Für die Heilpraktikerin sei es faszinierend, dass die wenigsten Tiere schlecht von den Menschen dächten. So würden Kühe sogar Verständnis dafür aufbringen, dass man sie esse. Wenn sie klagten, dann darüber, geradezu auf den Tod zu warten, um von ihrem Leid erlöst zu werden. Seebauer: „Sie finden Worte, die das Herz berühren, auch wenn sie anklagend sind.“ Tiere seien Lehrer der Menschen. „Sie zeigen uns auf liebevolle Art, wenn irgendetwas in unserem Leben nicht passt.“ Seebauer versprach den Gästen: „Ihr alle könnt telefonieren, also könnt ihr auch mental mit den Tieren kommunizieren.“

Sprach’s und forderte die Zuhörer auf, in den Dialog einzusteigen: „Ich würde sagen, wir probieren das jetzt mal aus.“ Die Referentin riet den Besuchern, sich bequem hinzusetzen, die Augen zu schließen, tief ein- und auszuatmen, sich mit den Füßen gedanklich in der Erde zu verwurzeln. Dabei sollte man an das Tier denken, mit dem man Kontakt aufnehmen wollte. Die telepathische Leitung könne man sich als Regenbogen vorstellen. Man konnte sich dann auch noch mit einem nach ätherischen Ölen duftenden Spray einsprühen, um die Atmosphäre zu verdichten.

Seebauer lud auch zur Fragerunde ein. Ein Taubenfreund fragte, ob man den gefiederten Freunden nicht per Kommunikation vermitteln könne, dass sie sich nicht so stark vermehren sollten. Das selbe gelte für Katzen. Die Kastration sei ja doch irgendwie ein Akt der „Gewalt“. Diesen „Urinstinkt“ per Tierkommunikation auszuschalten, sei nicht möglich, meinte Beate Seebauer.

Als gegen Ende der Veranstaltung die Tierheimkatze Betty zwischen den Beinen der Gäste herumstrich, wollte man seitens des Tierschutzvereins wissen, ob die Katze denn überhaupt anderswo hin vermittelt werden wolle. Seebauer befragte die Katze und stellte zunächst fest, dass Betty gesundheitlich noch angeschlagen sei, auch dass sie es hier sehr gut habe und nicht als Königin entthront werden wolle. Nur wer es wirklich herzensgut mit Betty meine und ihre Eigenart akzeptiere, komme als Herrchen oder Frauchen in Frage.

Ganz zum Schluss konnten die Gäste über die Heilpraktikerin und zwei Helferinnen noch eine Frage an ihr Tier richten. Es gab allerdings eine Bedingung: keine Problemfrage, weil das den zeitlichen Rahmen sprenge. Nicht wenige nahmen das Angebot an. Die Autorin hatte zudem ihre Bücher mitgebracht und verwies auf ihre Kurse.

Vroni Vogel

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