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Über und unter der Erde ein Sanierungsfall ist die Görresstraße. Im Sommer beginnt die Sanierung. Die Stadt bittet die Anlieger um Verständnis für Behinderungen.

Totalsanierung 

Görresstraße „wird wieder salonfähig“

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Erding - Sie steht im Ruf, eine der schlechtesten Straßen Erdings zu sein. Nicht mehr lange. Denn der Bauausschuss hat am Dienstag die Totalsanierung der Görresstraße beschlossen. Es dürfte eine heikle Angelegenheit werden.

Vor einem knappen Jahr fiel der Grundsatzbeschluss der Stadträte, die Görresstraße, die die Lethner- und die Haager Straße verbindet, zu erneuern. Das Bauamt sah seine Chance gekommen. Denn in der Straße müssen Trinkwasserleitung und Mischwasserkanal erneuert werden. Die neuen Wasserrohre sind schon drin, der Kanal wird heuer auf Vordermann gebracht.

Und wenn die Anliegerstraße ohnehin schon eine Baustelle ist, dann soll sie gleich komplett neu hergestellt werden – zur Freude der Anrainer ohne eigene Beiträge. Im Planungs- und Bauausschuss stellte der Isener Ingenieur Ralf Schelzke die Maßnahme vor. Sein Fazit: „Wir machen die Görresstraße auf der gesamten Länge von 220 Metern wieder salonfähig.“

Dazu muss erst einmal die bestehende Straße abgeräumt werden. „Das wird eine Herausforderung“, kündigte Schelzke an, „denn hier wurden Teer und Pech verwendet, alles sehr kritische, weil gesundheitsgefährdende Stoffe“. Deswegen müsse man mindestens einen Meter tief graben und das gesamte Material alss Sondermüll abfahren, so der Ingenieur. OB Max Gotz (CSU) pochte darauf, „dass das anständig gemacht wird“.

Danach, so Schelzke weiter, werden Frostschutzkies und Asphaltschichten erneuert. In diesem Zuge werde die Fahrbahn auf maximal fünf Meter verengt, der Gehweg hingegen auf zwei Meter verbreitert. „Dann haben Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren keine Probleme mehr, sich hier zu bewegen“, versprach Schelzke. Im Mündungsbereich Haager Straße werde Großkopfpflaster gesetzt. Um das Parken zu erleichtern, wird die Stadt zur Fahrbahnbegrenzung nur Niederborde mit einer Kante von maximal drei Zentimetern verbauen lassen.

Harald Woellert vom Tiefbauamt ergänzte, „dass die Straßenbeleuchtung ebenfalls erneuert werde. Dort verwenden wir dann auch die LED-Technologie“. Die Bäume blieben erhalten.

Baubeginn, so Schelzke werde im Juli dieses Jahres sein. Die veranschlagten 700 000 Euro stehen bereits im Haushalt 2016. Der Beschluss, die Görresstraße zu sanieren, erging einstimmig.

Indorf bekommt neue Ortsentwässerung

Beschlossen wurde auch der Neubau der Ortsentwässerung in Indorf und der St. Martin-Straße. Gotz berichtete von einer Eigentümerversammlung und einem Ortstermin im Juni vorigen Jahres. Sie führten dazu, dass die Stadt auf den ursprünglich geplante zusätzlichen Felddrainagen-Ableitungskanal südlich von Indorf zum Graßer Bächlein verzichtet, um die Hochwassersituation der westlichen Anlieger nicht zu verschärfen.

Für das Projekt wurde eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt, bei der 14 Firmen ein Angebot abgaben. Sieben nahmen am Schluss teil. Für knapp 652 000 Euro ging der Auftrag, der heuer zu erfüllen ist, an die Firma Wadle aus Altheim.

Hans Moritz

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