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Unter dem Baldachin trug Stadtpfarrer Martin Garmaier die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die Stadt. Dabei begleiteten ihn Fahnenabordnungen vieler Vereine und hunderte Gläubige. Die Stadtkapelle Erding führte den Zug an.

Fronleichnamsprozession in Erding 

Gott in jeden Winkel der Stadt getragen

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Erding – Es war eine beeindruckende Demonstration christlichen Glaubens: Hunderte Erdinger beteiligten sich gestern Vormittag an der Fronleichnamsprozession und zogen durch die Stadt.

Zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi, das 60 Tage nach Ostern gefeiert wird, versammelten sich am Donnerstag hunderte Gläubige in der Stadtpfarrkirche St. Johannes. Auch Landrat Martin Bayerstorfer, Oberbürgermeister Max Gotz und einige Stadträte feierten den Festgottesdienst mit, den Pfarrer Martin Garmaier zelebrierte. Er war gemeinsam mit Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine ins Gotteshaus eingezogen und betonte in seiner Predigt die Bedeutung des Herrn für die Menschen.

„Jesu Leben war kurz, aber ungeheuer spannend. Er war mitten unter den Menschen, auch dort, wo Menschen in Not lebten und nicht mehr weiter wussten“, sagte Garmaier. Jesu sei einfach da gewesen, habe Trost gespendet und Halt gegeben. „Er erkannte die Menschen an und nahm sie ernst.“ Schließlich sei er selbst ein Mensch aus Fleisch und Blut gewesen – und gleichzeitig der Sohn Gottes. „Er ging ans Kreuz, weil er uns Menschen so ernst nahm, nahm das Kreuz auf sich, weil ihm alle Menschen lieb geworden waren.“ Die Auferstehung bedeute, dass in diesem Gott Leben stecke. Dieses Leben sei stärker als alles andere, so Garmaier.

Nach dem Festgottesdienst, den die Kommunionkinder in der ersten Reihe verfolgten und den die Johannesbläser und Organist Georg Rothenaicher musikalisch gestaltet hatten, zogen die Gläubigen – angeführt von der Stadtkapelle Erding – bei strahlendem Sonnenschein durch die Lange Zeile, die Pfendtnergasse, die Straße Am Rätschenbach und die Landshuter Straße zum Schrannenplatz. Dort hatten die Kolpingfrauen neben dem Altar einen prächtigen Blütenteppich ausgelegt. Neben den Vereinsfahnen wurden die auch Zunftheiligen auf langen Stäben mitgetragen. Einige Kommunionkinder streuten Blumen. An drei festlich geschmückten Freialtären hielten die Gläubigen zum Gebet und Gesang inne und dankten dem Herrn. Garmaier sagte, die Prozession sei ein „Anzeichen der Hoffnung, dass Gottt wahrhaftig in alle Winkel dieser Stadt gehen will. Wo immer wir Menschen sind, ist er anzutreffen.“ Dies wurde durch die Monstranz, die der Pfarrer trug, verdeutlicht: „Wir gehen durch die Stadt mit Gott in unserer Mitte.“

Den Abschluss fand die Prozession in der Stadtpfarrkirche, wo alle gemeinsam nach dem Schlusssegen „Großer Gott wir loben dich“ anstimmten – begleitet von der Stadtkapelle, Rothenaicher an der Rieger-Orgel und Kirchengeläut.

Gabi Zierz

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