Kritik an Ankunftszentrum in Erding

Gotz: „Ein unausgegorener Schnellschuss“

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Erding - Die Pläne des Bundes, in Erding ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge zu errichten, stößt bei OB Max Gotz auf Kritik.

Übergangen fühlt sich Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Berlin. Die Behörde will, wie berichtet, im Fliegerhorst eines von drei neuen Ankunftszentren für Flüchtlinge in Bayern errichten. Darin sollen die neu eingereisten Asylbewerber – 600 pro Tag – registriert und angehört werden. Binnen vier bis fünf Tagen soll entschieden werden, ob sie in Deutschland bleiben dürfen. Ein Zeitfenster, das Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) anzweifelt. Er habe höchste Bedenken, dass dies innerhalb so weniger Tage fachgerecht gelingen könne, sagte er. Bislang dauern diese Verfahren Monate. Derzeit halten sich die Flüchtlinge etwa einen Tag im Warteraum auf. Was Gotz sauer aufstößt, ist die Kommunikationspolitik des Bamf. In der Stadtratssitzung am Dienstagabend erklärte der OB, die Stadt sei nicht über die neuen Pläne informiert worden. „Ich finde es schlichtweg unverschämt, dass man uns wieder nicht eingebunden hat. Es ist ja nicht so, dass wir eine Bananenbehörde sind.“ Schließlich sei Erding als Große Kreisstadt Genehmigungsbehörde für Bauten, Brandschutz und vieles mehr. Die Bamf-Idee bezeichnete Gotz als „völlig unausgegorenen Schnellschuss“. Es sei noch nicht mal ausgeschlossen, dass die in den Ankunftszentren „verbeschiedenen Asylbewerber“ im Erding, Landkreis, in Oberbayern oder Bayern bleiben. Noch einen Aspekt führte Gotz gegen ein Ankunftszentrum in Erding an. „Die Strukturen und die Ehrenamtlichen sind am Limit“, sagte er. 150 Bürger würden sich derzeit allein im Warteraum Asyl engagieren. Dies sei nicht hoch genug anzurechnen. Zudem erinnerte er an die Diskussion, die Trägerschaft für den Warteraum vom Bamf auf das Deutsche Rote Kreuz zu übertragen. Unabhängig vom Fliegerhorst leben derzeit in der Stadt Erding 336 Asylbewerber und 57 Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, sagte Gotz: „Ich hoffe weiter auf eine dezentrale Verteilung über die Stadt, auch wenn sie uns punktuell großen Ärger bringt.“ Geht man nach der Einwohnerzahl hat die Gemeinde Taufkirchen die höchste Aufnahmerate an Flüchtlingen im Landkreis. Es gibt aber auch Kommunen, wo bislang keine Asylbewerber untergebracht sind. zie

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