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Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) München hat kürzlich im Landratsamt öffentlich über Überschwemmungsgebiete im Landkreis informiert (Symbolbild).

Gotz zürnt Wasserwirtschaftsamt erneut

Hochwasserschutz: Verspätete Einladung?

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Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) München hat kürzlich im Landratsamt öffentlich über Überschwemmungsgebiete im Landkreis informiert.

Erding Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) München hat kürzlich im Landratsamt öffentlich über Überschwemmungsgebiete im Landkreis informiert. In der Sitzung des Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusses monierte Burkhard Köppen (CSU): „Der Termin ist relativ kurzfristig bekannt gegeben worden. Zu meinem Bedauern hat man mich nicht, wie sonst, benachrichtigt.“

Beim Termin sei die Überschwemmungskartierung vorgestellt worden, und Köppen, Hochwasserreferent des Stadtrats, wollte wissen, ob sich das mit den bisherigen Erkenntnissen im Stadtbereich decke, und ob er die entsprechenden Daten bekommen könne. OB Max Gotz (CSU) sicherte zu, dass man sich darum bemühen werde. Zur inhaltlichen Bewertung könne er nichts sagen.

Der Oberbürgermeister berichtete aber, dass die Einladung für den Termin erst zwei Tage vorher im Rathaus eingegangen sei. Immerhin sei eine Mitarbeiterin vor Ort gewesen, er könne Köppens Verwunderung jedoch verstehen.

„Ich werde den Hinweis weitergeben lassen, dass man künftig den Hochwasserreferenten auch einlädt. Das wäre ja kein großer Aufwand“, meinte Gotz süffisant, und ließ später einen weiteren Seitenhieb in Richtung Wasserwirtschaftsamt folgen: „In meinen Augen ist das schon sehr unsensibel, dass eine staatliche Behörde eine so ungeschickte Kommunikationsstrategie wählt – wenn es überhaupt eine ist.“

Walter Rauscher (CSU) erklärte, er und Hans Balbach (Erding Jetzt) seien vor Ort gewesen, „und es wurden die Pläne gezeigt, wie wir sie kennen“. Die Überschwemmungsgebiete sprach auch Hans Egger (Erding Jetzt) an. „Mich hat das sehr beunruhigt, weil das für unsere Entwicklung in der Stadt theoretisch eine ganz wesentliche Bedeutung haben kann.“ Er habe sich die Gebiete im Bayernatlas angeschaut und festgestellt, dass gerade an der Haager Straße erhebliche Festsetzungen seien, im Bereich der Dachauer Straße/Erdbeerfeld aber nicht. Egger forderte, dass die Stadt zu diesen beabsichtigten Festsetzungen auf jeden Fall Stellung nehmen solle.

Gotz erklärte, dass die Stadt Erding, in deren Zuständigkeit die Gewässer dritter Ordnung liegen, das Thema Hochwasser „ganz klar in offener Diskussion“ angehe: „Wir haben nicht annähernd vor, dass wir mit Informationen hinter dem Berg halten.“ 

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