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An der Therme werden bald wieder die Bagger auffahren. Das Geothermie-Heizwerk wird erweitert. Dabei wird auch ein 200 Kubikmeter fassender Thermalwasserspeicher realisiert.

Geowärme-Zweckverband 

Größeres Heizwerk für mehr Leistung

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2018 wird für den Zweckverband Geowärme ein wichtiges Jahr: Die Erweiterung des Heiz-werks I an der Therme steht an. Die Einrichtung von Stadt und Landkreis Erding dürfte dabei in der Gewinnzone bleiben.

von hans moritz

ErdingDer Zweckverband Geowärme benötigt die Erweiterung laut Geschäftsführer Alois Gabauer, um eine zweite Wärmepumpe als Redundanz zur bestehenden, etwa 20 Jahre alten Pumpe in Betrieb nehmen zu können. Wärmetauscher und -pumpe entziehen dem 65 Grad heißen Wasser die Energie, um sie als Wärme ins Fernwärmenetz abzugeben. Fällt das System aus, müssten Gas und Öl eingesetzt werden. „Das wollen wir möglichst vermeiden“, so Gabauer.

Rund fünf Millionen Euro wird der Verband in den nächsten zwei Jahren dafür investieren. 750 000 Euro entfallen auf einen 200 Kubikmeter fassenden Thermalwasserspeicher. „In dem sammeln wir über Nacht Wasser, um es am nächsten Morgen an die Therme abzugeben.“ Den Bauablaufplan stellte Gabauer am Montag in der Verbandsversammlung im Landratsamt vor. „Die behördlichen Genehmigungen liegen nun vor“, sagte er. Planung und Beauftragung seien bis Mai 2018 abgeschlossen. In diesem Zeitraum soll das Vorhaben auch öffentlich ausgeschrieben sein. Den Baubeginn taxierte Gabauer auf März 2018. Im März des darauf folgenden Jahres soll das Heizwerk stehen. Die Inbetriebnahme ist für Ende Mai 2019 geplant.

Für den Zweckverband allgemein rechnet Gabauer für 2018 mit einem Betriebsergebnis von voraussichtlich 1,47 Millionen Euro. „Der Grund für diese Annahme sind höhere Thermalwassererlöse aufgrund der Thermenerweiterung und die vertraglich vereinbarte höhere Pacht für die vom Zweckverband investierten Anlagenteile.“

Gabauer betonte, dass die Geothermie finanziell solide dastehe und verwies dazu neben der regulären Rückzahlung von Investitionskrediten auf Sondertilgungen in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro bis Ende dieses Jahres.

2018 wird den Verband nicht nur die Heizwerk-Erweiterung beschäftigen. Laut Gabauer wird die Bohrung Erding 2 am Kletthamer Feld weiter dauerhaft betrieben, um die maximal mögliche Gesamtmenge von 48 Litern Thermalwasser pro Sekunde zu erreichen. Mit dem Betrieb des zweiten Heizwerks wiederum am Kletthamer Feld will Gabauer neue Geowärme-Anschlüsse realisieren und damit entlang der Hauptleitungen das Netz verdichten und neue Baugebiete an die Geowärme anschließen. Unter anderem nannte er Erding-West, die Sigwolfstraße und die Dachauer Straße.

Derzeit beträgt die Gesamtnetzlänge 31,1 Kilometer, 100 Meter mehr als ein Jahr zuvor. Die Wachstumskurve flacht mit der zunehmenden Erschließung ab. Angeschlossen ist aktuell eine Gesamtleistung von 67,7 Megawatt, 0,2 mehr als 2016.

Die Debatte, inwieweit Geothermie für Erdbeben verantwortlich sein könnte – den Verdacht gibt es unter anderem in Poing – hat auch den Erdinger Zweckverband erfasst. Gabauer berichtete, dass an der Bohrung 2 soeben eine Messeinrichtung installiert worden sei, um dem Erdbebendienst dauerhaft Daten über seismologische Bewegungen zu übertragen. „Wir müssen nachweisen, ob eine gemessene Erdbewegung von den Bohrungen ausgeht oder es sich um natürliche Erdbeben handelt.“

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