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Großbaustelle Freisinger Brücke 

Verkehrschaos dauert noch bis Juli

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Eine der Hauptverkehrsadern in der Erdinger Innenstadt ist seit Monaten gesperrt: die Freisinger Brücke. Eigentlich sollte der Neubau im Juni fertig werden – auf der Baustelle ist etwas anderes zu hören.

ErdingDie Bauarbeiten an der Freisinger Brücke gehen in eine heiße Phase – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Arbeiter tragen Strohhut, schaufeln oberkörperfrei in der Grube, es riecht nach Asphalt. Vor wenigen Tagen wurde die erste Schicht auf die Brücke aufgebracht. Der Bauzaun steht immer noch – und das wird auch noch einige Wochen so bleiben, sagt ein Bauarbeiter auf Nachfrage: „Es wird wahrscheinlich noch bis Juli dauern, bis die Brücke fertig ist.“

Das Verkehrschaos wird also so schnell kein Ende nehmen. Seit 12. Juni 2017, also fast einem Jahr, ist die Freisinger Brücke wegen Abriss und Neubau gesperrt. Seitdem stauen sich die Autos jeden Tag entlang der Umleitung auf der Münchener Straße vor der Behelfsampel auf Höhe Krankenhausstraße.

Stadtsprecher Christian Wanninger will den Ärger ein wenig auffangen: „Wir machen das alles nicht aus Jux und Tollerei, die Brücke war einsturzgefährdet.“ Ein genaues Datum, wann die Brücke fertig sein soll, will er aber nicht nennen: „Im Sommer wahrscheinlich“, sagt er. Die Aussage des Bauarbeiters, dass die Brücke erst im Juli fertig werde, will er nicht bestätigen. Der Bauarbeiter wiederum sagte gestern durch den Bauzaun: „Es fehlt halt noch das Geländer für die Brücke – so kann da ja keiner drüberfahren.“ Die Asphaltierungsarbeiten würden heute abgeschlossen.

Wanninger erinnert daran, dass es „ein schwieriges Bauprojekt“ gewesen sei. Der Abriss der Brücke, Baujahr 1921, hat bekanntlich länger gedauert als geplant – und hatte juristische Folgen. Denn Stadt und Baufirma waren sich darüber uneins, wie der Rückbau erfolgen sollte (wir berichteten).

Und dann sind da noch die Randale, die immer wieder für Bauverzögerungen bei dem 1,1-Millionen-Euro-Projekt sorgen, sagt Wanninger: „Zuletzt haben Unbekannte Bauzäune umgerissen, das Dixi-Klo wäre beinahe im Bach gelandet und zwei Lampen wurden zerstört. Das müssen die Bauarbeiter wieder herrichten – das kostet natürlich Zeit.“

Ist die Freisinger Brücke wieder befahrbar, steht das nächste Projekt an: die Sempt-Brücke am Schönen Turm. Sie werde noch heuer auf ihre Standsicherheit untersucht. Die gute Nachricht: „Dafür gibt es noch keinen Termin“, so Wanninger: „Man kann ja die zwei Brücken nicht gleichzeitig sperren.“  

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