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Nicht mehr helfen konnte das Großaufgebot an Rettern dem Rentner. Er ertrank bei Werndlfing.

Grosseinsatz zwischen Altenerding und Moosinning

Krankenschwester macht schrecklichen Fund: Mann treibt leblos im Isarkanal

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Im Mittleren Isarkanal ist am Montag ein Mann ertrunken. Er konnte zwar noch mit Lebenszeichen aus dem eiskalten Wasser gezogen werden, wenig später verstarb er jedoch im Klinikum Erding.

Erding/Moosinning - Am Montag gegen 12.15 Uhr machte eine Krankenschwester, die im Auto auf der B 388 unterwegs war, zwischen Moosinning und Altenerding eine schreckliche Entdeckung: Im Mittleren Isarkanal sah sie einen Mann im Wasser treiben. Sofort setzte sie mit ihrem Handy einen Notruf ab.

Die Integrierte Leitstelle Erding löste für die Feuerwehren Moosinning, Erding und Aufkirchen sowie für Rettungsdienst mit Notarzt und Erdinger Wasserwacht Alarm aus. Vom Flughafen München stieg ein Hubschrauber der Polizei auf, um den Wasserlauf abzusuchen.

Beim Eintreffen der ersten Retter nur wenige Minuten später wurde der Mann unweit der B 388-Brücke bei Werndlfing (Stadt Erding) entdeckt. Mitglieder der Feuerwehr Erding setzten ein Boot ein und zogen das Opfer an Land.

Nach Angaben von Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Ingolstadt handelt es sich bei dem Toten um einen 77 Jahre alten Mann aus der Gemeinde Wörth. Die Umstände des Unglücks ermittelt die Kripo Erding. Am Nachmittag wurde der Wagen des Toten bei Niederneuching gefunden.

Am Ufer begannen Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes und ein Notarzt sofort mit der Wiederbelebung des stark unterkühlten Mannes. Unter laufender Reanimation wurde der 77-Jährige, der sich in akut lebensbedrohlichem Zustand befand, ins Klinikum Erding eingeliefert. Dort verstarb er gegen 14 Uhr, so Kammerer.

Das Wasser des Isarkanals ist nach Angaben von Erdings Wasserwacht-Chef Bernd Janowsky derzeit gerade einmal 3,8 Grad kalt, Menschen haben bei diesen Temperaturen nur eine kurze Überlebenszeit.

Für den Isarkanal gibt es eigene Alarmpläne. Immer wieder kommt es vor, dass Tiere ins Wasser fallen, in den meisten Fällen handelt es sich um Rehe. Im Sommer konnten Einsatzkräfte vor dem Kraftwerk Aufkirchen in letzter Minute ein Pferd vor dem Ertrinken bewahren. Die Retter besetzen in solchen Fällen an mehreren Stellen die Brücken, um Mensch oder Tier in Not abzupassen. Zugleich werden die Ufer abgesucht. Mehrmals im Jahr gelingt es Feuerwehr und Wasserwacht, Tiere vor dem Ertrinkungstod zu bewahren. Denn die Kanalwände sind größtenteils so steil und glatt, dass man sich nicht mehr selbst in Sicherheit bringen kann.

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