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Rosen für die Realschülerinnen gab es zum Abschluss des Brasilienabends im Johanneshaus von Klassenleiter Thomas Hautz. 

Großes Engagement beim Brasilienabend 

Realschülerinnen engagieren sich für Kinderdorf

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Erding – „Wenn ihr alle in Erding wohnen würdet, würde ich euch sofort für die Jugendarbeit unserer Gemeinde engagieren.“ So bedankte sich Stadtpfarrer Martin Garmaier bei den Schülerinnen der Klasse 10c der Mädchenrealschule Heilig Blut für ihr Engagement beim Brasilienabend im Johanneshaus. Gut 450 Euro an Spenden sind dabei für das Kinderdorf Guarabira zusammengekommen.

Die Schülerinnen zeigten in ihren Vorträgen die Problematik von Armut in Brasilien auf. Viele Familien lebten dort in Favelas, Armenvierteln, in denen Drogenhandel, Kämpfe um Drogenkartelle, Verbrechen und Elend herrschten. Viele Kinder gehen auf die Straße, um sich irgendwie durchzuschlagen, kommen früh mit Drogen, Mord und Verbrechen in Kontakt, erfahren zu Hause keine oder nur wenig Liebe und Geborgenheit, sind auf sich selbst gestellt. Eins bedingt das andere: mangelnde Ausbildung, geringes bis kein Einkommen, wenig Nahrung, kein Geld für ein vernünftiges Obdach oder medizinische Versorgung.

Am Beispiel des Kinderdorfes Guarabira zeigten die Schülerinnen Möglichkeiten auf, wie diesem Elend begegnet werden kann. Die Anfänge dieser Einrichtung gehen auf das Jahr 1990 zurück, in dem sich der Passauer Priester Gerd Brandstetter dem Buben Cicero aus dem Gefängnis annahm, der damit die Chance auf eine neue Zukunft erhalten sollte. Kinder und Jugendliche, die Opfer seelischer und körperlicher Gewalt wurden, mit Drogen in Berührung gekommen sind oder sich mit Diebstahl und anderen Verbrechen über Wasser zu halten versuchen, werden dort aufgefangen. Sie sollen die Chance bekommen, durch Liebe, Hoffnung, Glaube, Geborgenheit, Bildung und Erziehung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten heranzureifen.

Den Abschluss des Abends bildete der Film „Cosmo und die andere Seite der Straße“, der einfühlsam den Weg eines Straßenkindes zeigte und die Arbeit im Kinderdorf vorstellte. Klassenleiter Thomas Hautz bedankte sich bei seinen Schülerinnen mit Rosen und verwies auf die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements im Kontext des gesellschaftlichen Lebens und Zusammenlebens hin.  

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