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Kein Bedarf mehr: Der Bund schließt den Warteraum Asyl im Fliegerhorst Erding. Soll die Flüchtlingszahlen doch wieder steigen, könnte die Erstanlaufstelle für bis zu 5000 Menschen reaktiviert werden.

Großlager im Fliegerhorst

Kaum noch Flüchtlinge: Bund schließt Warteraum Asyl in Erding

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Erding/Feldkirchen – Seit die Balkanroute dicht ist, kommen in Südostbayern kaum noch Flüchtlinge an. Jetzt reagiert der Bund: Der Warteraum Asyl im Erdinger Fliegerhorst mit bis zu 5000 Plätzen wird geschlossen.

Auch die Kapazität der vergleichbaren Einrichtung in Feldkirchen bei Straubing wird deutlich reduziert. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Freitagabend das Bundesinnenministerium.

Die beiden Warteräume stehen seit Wochen leer. Bundeswehr und Rotes Kreuz sind dennoch täglich vor Ort. Damit ist es nun vorbei: An beiden Standorten wird es nur noch eine Rufbereitschaft geben. Die Reduzierung in Feldkirchen sowie die Schließung von Camp Shelterschleife erfolgt nämlich nur unter Vorbehalt. Von einer „reaktivierbaren Stilllegung“ ist die Rede. Sollten die Flüchtlingszahlen wieder sprunghaft steigen, kann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beide Warteräume wieder aktivieren. Die Flugzeughallen und feste Zelte werden also vorläufig nicht abgebaut. Die Infrastruktur bleibt.

Auch bei den so genannten Asyl-Bearbeitungsstraßen in Rosenheim, Freilassing und Passau passt man sich laut Ministerium dem „Ankunftsgeschehen flexibel an“. Das Rote Kreuz fährt sein Engagement ebenfalls zurück. Die Übernahme der Betreuung durch das BRK zum 1. Juli wird nach Informationen unserer Zeitung komplett gestoppt. Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk wollte sich nicht äußern. Er dementierte aber auch nicht.

Der Warteraum Erding besteht seit Oktober 2015. Seither kamen dort über 100 000 Flüchtlinge für maximal drei Nächte unter, ehe sie bundesweit verteilt wurden. Lange war der Fliegerhorst Erding als Aufnahmezentrum im Gespräch. Eines davon baut der Freistaat nun in Bamberg auf. Es ist unklar, ob weiterer Bedarf besteht.

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