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Sie führen die Grünen im Landkreis (v. l.): Stephan Glaubitz, Christoph Sticha, Anna-Maria Lanzinger, Helga Stieglmeier, Doris Kraeker, Karsten Schmidt, Stefan Gentschew, Günther Kuhn und Florian Geiger. 

Grünen-Kreisverband 

„Wir müssen weiter unbequem sein“

Erding – Mit einer leicht reduzierten Besetzung haben die Grünen am Dienstag in Erding ihren Kreisvorstand neu bestimmt. 

Die schwächere Teilnehmerzahl bei der Versammlung im Mayr-Wirt war den Verkehrsverhältnissen geschuldet. Etliche Mitglieder ließen wegen glatter Straßen die Anreise lieber sein. Die 19 Wahlberechtigten bestätigten Helga Stieglmeier aus Erding und Christoph Sticha aus Wartenberg in geheimer Wahl einstimmig als Vorstandssprecher.

Mit einer leidenschaftlichen Rede stimmte Stieglmeier ihre Partei aufs Wahljahr 2017 ein: „Ich bin mir sicher, dass wir einen harten und manchmal sehr unsauberen Wahlkampf erleben werden“, so ihre Befürchtung. Sie rief dazu auf, sich nicht von Rechtspopulisten die Themen bestimmen zu lassen: „Gerade in dieser aufgeheizten Stimmung müssen wir darauf achten, dass in Folge des Terrors und von Übergriffen und Gewalttaten eben unsere demokratischen Grundlagen nicht auf dem Tisch des Populismus geopfert werden.“

Dabei gab sie zu, dass es schwieriger geworden sei, komplexere Zusammenhänge zu erklären. Sie erinnerte dabei aber auch an die grünen Kernthemen wie ökologische Landwirtschaft, Tier- und Umweltschutz, neue Mobilität und einiges mehr. Die Landwirtschaft im Landkreis war auch das Anliegen weiterer Kandidaten, die sich um Beisitzerposten bewarben. Anna-Maria Lanzinger, Doris Kraeker, Stephan Glaubitz, Günther Kuhn und Karsten Schmidt wurden einstimmig gewählt und damit die Riege der Beisitzer um einen Platz aufgestockt. Neu im Vorstand ist Stefan Gentschew als Kassenprüfer. Karl-Heinz Reingruber hatte nicht wieder kandidiert. Aufgestockt haben die Grünen auch die Kasse. Der wiedergewählte Kassier Florian Geiger erinnerte an die bevorstehenden Wahlkämpfe: „Darauf wollen wir vorbereitet sein.“

Im Kreis geht es den Grünen neben der Landwirtschaft, bei der sie die „Vermaisung“ der Landschaft beklagen, auch um die Verkehrspolitik. Eine B 15 neu wird rundweg abgelehnt, ganz egal, wo sie geplant werde. Einen Logistiker in Erding sehen die Grünen kritisch, vor allem vor dem Hintergrund der so genannten Giga-Liner, für die die erst vor kurzer Zeit gebauten Kreisverkehre dann wieder zu klein würden.

Was den Umgang mit Flüchtlingen im Kreis angeht, haben die Grünen bekanntermaßen eine ganz andere Meinung als Landrat Martin Bayerstorfer, dessen Politik Glaubitz so kommentierte: „Der ist ja fast der Orban von Erding.“ Das passte zum Aufruf Stichas: „Wir müssen weiter unbequem sein.“

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