Die besten Absolventinnen der Mädchenrealschule Erding sind (v. l.): Lena Mittermeier (1,08), Hanna Mommertz (1,0), Laura Jovanovic (1,08), Alina Spitzl (1,0) und Annika Jöhl (1,08).
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Die besten Absolventinnen der Mädchenrealschule Erding sind (v. l.): Lena Mittermeier (1,08), Hanna Mommertz (1,0), Laura Jovanovic (1,08), Alina Spitzl (1,0) und Annika Jöhl (1,08).

153 Absolventinnen an der Mädchenrealschule Heilig Blut – 75 mit einer Eins vor dem Komma

Ein ganz besonderer Jahrgang

  • Gabi Zierz
    VonGabi Zierz
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Erding - Den besten Jahrgang in seiner Laufbahn als Schulleiter hat Josef Grundner am Donnerstag an der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding verabschiedet.

Was für ein Jahrgang: 153 Schülerinnen haben ihre Mittlere Reife an der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding absolviert. 75 von ihnen schafften eine Eins vor dem Komma, 40 gar einen Schnitt bis 1,5. So ein gutes Ergebnis ist Josef Grundner in seinen 21 Jahren als Schulleiter noch nicht untergekommen. Das betonte er am Donnerstag im Rahmen der Feierlichkeiten.

Für ihn waren es die letzten dieser Art, denn der 65-Jährige geht in Ruhestand.

Die Zeugnisvergabe fand im Eineinhalb-Stunden-Takt in der festlich geschmückten Turnhalle und im Mehrzweckraum mit Blick in den Garten statt. Grundner und seine Stellvertreterin Christine Scharfe führten durchs Programm.

„Von der Vorbereitung her war es sicherlich nicht schlechter als vor Corona“, betonte Grundner. Auch im kleinen Rahmen sei es möglich, den Schülerinnen eine schöne Erinnerung mitzugeben: „Die Veranstaltung ist bereits von Anfang an so geplant worden, wie sie letztlich umgesetzt wurde.“ Maximal drei Begleitpersonen konnte jede Schülerin zur Zeugnisvergabe mitbringen.

In die Feierlichkeiten stimmte Schülerin Clarissa Bauer am Flügel ein. Im Hintergrund lief dazu eine Diashow der Absolventinnen mit Klassenfotos der letzten Schuljahre. Grundner lobte er das tolle Ergebnis, meinte jedoch, „dass die Anforderungen nicht weniger werden und die Zeit nicht mehr“. Er hoffe, dass seine Schülerinnen jede Aufgabe – egal, welche – mit Respekt und starkem Willen angehen. Auch wenn Misserfolge kämen, wichtig sei das Weitermachen.

Anschließend richteten die Klassenlehrer einige Worte an ihre Schützlinge. Der Start sei holprig gewesen, sagte Anne Hartling, die Gewöhnungsphase auf beiden Seiten nicht leicht. Doch die Mädchen hätten das Ruder herumgerissen. „Ich bin stolz auf euch.“ Auch sie sei sprachlos über das überwältigende Ergebnis.

Landrat Martin Bayerstorfer wandte sich per Video-Grußwort an die Schülerinnen und deren Familien. Alle hätten viel Leidenschaft und Engagement in die letzten Wochen investiert. „Das verdient Respekt und Anerkennung.“ Am Ende riet er den Absolventinnen: „Machen Sie das, was Sie für richtig halten.“ Das gelte für den privaten wie beruflichen Weg.

Letzte Abschlussfeier: Realschulleiter Josef Grundner geht in Ruhestand. Er wird am Freitag offiziell verabschiedet.

Im Anschluss gab es die Abschlusszeugnisse. Neben diesen erhielten die Schülerinnen den Jahresbericht und die Schülerzeitung. Außerdem einen kleinen Schutzengel mit Gebetsspruch.

Am Ende wurden ein Gebet und der Segen gesprochen, da der traditionelle Gottesdienst im großen Rahmen nicht stattfinden konnte.

Für viele Abschlussschülerinnen ist die Schulzeit noch nicht zu Ende. Das gilt auch für die fünf besten Absolventinnen. Hanna Mommertz (16 Jahre) aus Erding und Alina Spitzl (16) aus Zeilern (Gemeinde Pastetten) haben die Prüfungen mit einer 1,0 gemeistert. Annika Jöhl (16) aus Erding, Lena Mittermaier (16) aus Oberneuching und Laura Jovanovic (15) aus Erding freuen sich über einen Notenschnitt von 1,08.

Mommertz wird auf die FOS nach Landshut wechseln und dort den Gesundheitszweig belegen. Sie will später einmal Physik oder Medizin studieren. Jöhl und Mittermaier gehen ab Herbst auf die FOS in Erding. Sie haben den Zweig internationale Wirtschaft mit Spanisch als neuer Fremdsprache gewählt. Auch Spitzl wechselt auf die FOS in Erding (sozialer Zweig). Für Jovanovic geht es Mitte September direkt in der 11. Klasse auf dem Korbinian-Aigner-Gymnasium weiter. Sie überspringt dort die Einführungsklasse und will nach dem Abitur Medizin studieren und Ärztin werden. Dann sei sie die Erste in ihrer Familie, die auf die Uni gehen wird, erzählte sie stolz.

GABI ZIERZ UND ANNA HOBMAIER

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