Wohnungsbau 

Günstige Mieten sehr wohl im Blick

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Erding – Landrat Bayerstorfer weist SPD-Kritik zurück – Grundstückssuche

Werden der Mietwohnungsbau und die Errichtung bezahlbarer Wohnungen im Landkreis Erding zu wenig gefördert und vorangetrieben? Diesen Vorwurf hatte im Sommer die Ebersberger SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher erhoben (wir berichteten). Sie hatte darauf hingewiesen, dass im gesamten Landkreis in den Jahren 2014 und 2015 lediglich 1426 Quadratmeter Mietwohnraum gefördert worden seien, in den acht Jahren zuvor sogar überhaupt nicht. Der Staatsregierung warf sie in diesem Zusammenhang Untätigkeit vor.

Diese Kritik erwidert nun Landrat Martin Bayerstorfer. Der CSU-Kreisvorsitzende erinnert daran, „dass die Region Erding von 2003 bis 2013 nach den Kreisen München, Dachau und Ebersberg die höchste Wachstumsrate bei der Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen hatte“. Mit rund 430 Wohnungen pro 1000 Einwohner stehe der Landkreis momentan im regionalen Vergleich zwar an letzter Stelle. Die Politik sei sich dieser Problemlage jedoch bewusst.

„Es wurden gezielte Maßnahmen eingeleitet, um die angespannte Situation in den Griff zu bekommen“, teilt Bayerstorfer mit und verweist unter anderem auf die Förderung und Entwicklung der landkreiseigenen Wohnungsbau- und Grundstücksgesellschaft und das 2015 eingeführte soziale Erbbaurechtsprogramm zur Förderung von Familienwohnraum, bei dem der Landkreis das Erbbaurecht übernimmt und damit den Druck der hohen Grundstückskosten mindert. In diesem Zusammenhang wiederholt Bayerstorfer seinen Appell an die Gemeinden, unter anderem für dieses Vorhaben Grundstücke zur Verfügung zu stellen.

Auch in der Bürgerversammlung Langengeisling war der Wohnungsbau Thema. OB Max Gotz (CSU) sagte, prozentual seien zuletzt in der Region mehr Wohnungen fertiggestellt worden als in ganz Bayern. Dennoch hält er nichts von zügellosem Baurecht. „Die bisherige Erfahrung zeigt, dass der Preis dadurch auch nicht sinkt.“  

ham

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