Tempo 30 gilt ab sofort rund um den neuen AWO-Kindergarten am Kletthamer Feld. Josef Holmburger, Schlosser bei der Stadt Erding, stellte gestern die Schilder auf. Die Tempo-30-Zone beginnt 100 Meter vor dem Kindergarten und endet 100 Meter danach hinter der Kurve.  Foto: Fläxl
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Tempo 30 gilt ab sofort rund um den neuen AWO-Kindergarten am Kletthamer Feld. Josef Holmburger, Schlosser bei der Stadt Erding, stellte gestern die Schilder auf. Die Tempo-30-Zone beginnt 100 Meter vor dem Kindergarten und endet 100 Meter danach hinter der Kurve. Foto: Fläxl

Gute Noten von der Polizei

Landkreis Erding - Die Polizei Erding hat nach der ersten Schulwoche Bilanz gezogen: Fast überall wird vorsichtig gefahren. „Sehr gut“, sagt Vize-Dienstellenleiter Bodo Urban dazu.

Wie jedes Jahr hat die Polizei auch heuer zu Schuljahresbeginn vor Bildungseinrichtungen Stellung bezogen. „Ziel der Aktion war Aufklärung durch Gespräche“, sagt Bodo Urban, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Erding. Seine Kollegen achteten darauf, wie die Eltern ihre Kinder zur Schule bringen, ob die Kleinen im Auto richtig gesichert sind und ob sich Vorbeifahrende an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Das Ergebnis der Kontrollen stellt Urban zufrieden: „Sehr gut“, sagt er und gibt damit die Note eins.

„Immer mehr Eltern sind sich bewusst, wie wichtig die korrekte Sicherung ist“, berichtet Urban. Die Polizisten blickten in 107 Autos und zählten dort 46 richtig im Kindersitz angeschnallte Schüler. Nur zwei Mal mussten sie das korrekte Anlegen der Rückhaltesysteme erklären. Die Beamten hatten sich an den Schulen in Walpertskirchen, Wartenberg, Niederneuching, Altenerding, Berglern und Finsing sowie an der Schule am Lodererplatz in Erding postiert.

Am neuen AWO-Kindergarten am Kletthamer Feld bemerkte Bürgermeister Max Gotz schon bei der Einweihungsfeier, dass viele auf der Straße recht flott unterwegs sind (wir berichteten). Dort hat die Stadt nun eine Tempo-30-Zone eingerichtet. AWO-Vorsitzender Fritz Steinberger hat außerdem vor, mit dem Geschäftsführer des benachbarten Paketdienstes zu sprechen. „Der soll seine Mitarbeiter dazu anhalten, vorsichtig zu fahren“, sagt Steinberger. Der Beitrag seiner Mitarbeiter sei, dass sie versetzt auf der Straße parken, so dass Raser ausgebremst würden. Zudem ist der Parkplatz des Kindergartens abseits der Straße. Die Eltern führen ihre Kleinen über einen Fußweg zum Eingang. Er werde sich dafür einsetzen, dass vor dem Kindergarten auch geblitzt werde, so Steinberger.

Bereits in der ersten Schulwoche hat die Polizei in Pastetten, Oberding und an der S-Bahn-Haltestelle St. Koloman Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. „Da gab es Hinweise“, sagt Urban. In die Radarfalle tappten jedoch nur fünf, die zudem wenig Bußgeld zahlen müssen. Von Rasern herrschte also im Erdinger Land keine Spur. Der Bericht des Polizeipräsidiums Oberbayern liest sich nicht so erfreulich: Von 31 700 in Oberbayern kontrollierten Verkehrsteilnehmern wurden 1503 beanstandet, 1221 davon wegen zu hoher Geschwindigkeit. 336 mussten sich außerdem einem Alko-Test unterziehen. Zwölf waren sogar so betrunken vor Schulen unterwegs, dass eine Blutentnahme angeordnet wurde.

fx

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