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Eine Linde zum Jubiläum hat die Kreisgruppe Erding des Bund Naturschutz (BN) am Freitag im Stadtpark gepflanzt. Die Linde ist Symbolbaum des BN, die Winterlinde sogar Baum des Jahres 2016. Unser Bild zeigt (v. l.) Wolfgang Fritz, Hubert Weiger, Vorsitzende Gabriele Betzmeir, Geschäftsführer Manfred Drobny, Richard Mergner, Christian Magerl, Christine Margraf und Norbert Hufschmid.

40 Jahre Bund Naturschutz Kreisgruppe Erding

Das „Häufchen von Pionieren“ ist etabliert

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Erding – Vor 40 Jahren wurde die Kreisgruppe Erding des Bund Naturschutz gegründet. Dieses Jubiläum feierten die Naturschützer mit rund 100 Gästen im Museum Erding.

Es war eine kleine, feine Feier, die die Kreisgruppe Erding des Bund Naturschutz (BN) anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens im Museum Erding ausgerichtet hat. Die Gruppe Mondfeuer machte internationale Musik, das Geburtstagskind präsentierte seine Arbeit auf Schautafeln. Und die war in den vergangenen vier Jahrzehnten sehr vielfältig, wie Vorsitzende Gabriele Betzmeir in ihrer Rede erklärte.

Einige der Problemfelder, denen sich der BN anfangs gewidmet hatte, seien in den Hintergrund gerückt. Mülltrennung etwa „war in den Jahren unserer Gründung noch Utopie“, so Betzmeir. Doch Verbesserungen wie diese seien nicht freiwillig erfolgt, sondern weil Gruppen wie der BN sich lautstark dafür eingesetzt hätten.

„Die Gründung der Kreisgruppe vor 40 Jahren war kein Strohfeuer“, sagte die Vorsitzende. „Aus dem Häufchen von Pionieren ist ein Verein mit mehr als 3000 Mitgliedern geworden.“ Diese „beachtliche Entwicklung“ hob auch Erdings OB Max Gotz hervor. Er bezeichnete den BN als eine Bürgerinitiative, die nicht aus einer Laune heraus entstanden sei, und die sich längst etabliert habe. Er dankte Kreis- und Ortsgruppe Erding dafür, „dass sie uns immer sehr wohlwollend und gut begleiten“.

Freilich gebe es Themen, bei denen man keinen gemeinsamen Nenner finden könne. Bei der Nordumfahrung etwa sei der politische Blickwinkel anders als der der Naturschützer. „Ich bin mir aber sicher, dass wir auch in Zukunft Respekt voreinander haben werden“, sagte Gotz und brachte eine mögliche Zusammenarbeit ins Spiel: eine weitere Bewerbung für die Landesgartenschau.

Einen Blick zurück ins Gründungsjahr warf 2. Landrat Jakob Schwimmer in seinem Grußwort. „Damals vor 40 Jahren mögen viele gedacht haben: ,De scho wieda‘. Umso mehr freut es mich, dass aus Ihnen eine nicht mehr wegzudenkende gesellschaftliche Gruppe im Landkreis geworden ist.“ Naturschutz bedeute sicherlich den Erhalt der Artenvielfalt. Aber er bedeute auch die Existenzsicherung der Menschen – heute und in kommenden Generationen. „Wir werden auch in Zukunft gedeihlich und sachlich miteinander auskommen, das kann ich zusichern – wohl dessen bewusst, dass wir auch mal unterschiedliche Zielsetzungen haben“, sagte Schwimmer, der als Geburtstagsgeschenk vom Landkreis eine Spende über 1000 Euro für die Arbeit des BN dabei hatte.

Dass sie ihre Wünsche und Erwartungen direkt ausspreche, das sei Kennzeichen der Kreisgruppe Erding, sagte Hubert Weiger. Sie sei eine stets gesprächsbereite Gruppe, die man ernstnehmen müsse, so der Vorsitzende von BUND und Bund Naturschutz in Bayern. Erding zähle zu den ältesten Regionen in Bayern, in denen Naturschutz in Form von Naturschutzgebieten betrieben werde. „Das macht klar, welche einmaligen Kostbarkeiten im Landkreis schlummern“, so Weiger. Zugleich sei das Erdinger Land geprägt von gewaltigen Eingriffen, „die es sonst in Bayern in dieser Konzentration nicht gibt“. Dazu zählten nicht nur die Großprojekte wie Flughafen und A 94, sondern auch Gewerbe- und Baugebiete.

Es sei „unendlich schwer, tatsächlich vor Ort Widerstand zu leisten“. Doch der BN setze sich nicht für die eigenen Ziele ein, sondern „für Anliegen des Gemeinwohls, für die Menschen und ihre Nachkommen. Es geht um zentrale Fragen des Lebens. Das müssen wir den Mitmenschen klarmachen. Dann wertschätzen sie das, was sie haben, in einer anderen Qualität“, schloss Weiger, bevor er mit Betzmeir einige langjährige Mitglieder für ihre Treue ehrte (Bericht folgt).

Die Ausstellung

zum Jubiläum der BN-Kreisgruppe im Museumscafé des Museums Erding ist noch bis Sonntag, 6. November, zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt dazu ist frei.

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