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Experten unter sich (v. r.) CSU-Stadtrat Günter Adelsberger, Hans Balbach (SpVgg Altenerding) und Sepp Kaiser (FC Langengeisling).

Abriss, Neu- und Umbauten in der Stadt Erding 

Hallensport vor dramatischem Engpass

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Erding – Die Erdinger Sportvereine steuern auf einen Kampf um freie Hallen zu. Schon jetzt sind Belegungsrechte heiß begehrt. Wegen zweier großer Bauvorhaben droht ein massiver Engpass. Dennoch: Die Vereine loben die Sportpolitik der Großen Kreisstadt.

Hochkarätig besetzt war am Sonntag der CSU-Frühschoppen im Wirtshaus Kreuzeder. Zu den Ausführungen von Janine Krzizok, Sportreferentin des Stadtrats, waren unter anderem Sepp Kaiser, Vorsitzender des FC Langengeisling, TSV-Erding-Vize Robert Pröller und Hans Balbach, Fußball-Abteilungsleiter der SpVgg Altenerding, gekommen.

Krzizok sprach das Problem der Hallenbelegungen an. Schon heute seien freie Kapazitäten Mangelware. „Wir müssen damit rechnen, dass sich die Situation eklatant zuspitzt.“ Bekanntlich reißt der Landkreis die drei kleinen Turnhallen am Anne-Frank-Gymnasium ab, um einen Dreifach-Komplex zu errichten. An dem Millionenprojekt wird sich die Stadt beteiligen, um die Hallen außerhalb des Unterrichts mitzunutzen. „Wir können heute noch nicht sagen, wie lange die Hallen fehlen werden“, so Krzizok, „ein Neubau kommt nicht von heute auf morgen“.

Damit nicht genug: Nach der über 20 Millionen Euro teuren Generalsanierung der Mittelschule am Lodererplatz will die Stadt nach den Worten der Sportreferentin auch die dortige Doppel-Sporthalle auf Vordermann bringen. Krzizok erklärte, konkret sei noch nichts, „im Extremfall fehlen uns zeitweise aber fünf Hallen“. Diesen Zustand bezeichnete sie als dramatisch.

Die CSU-Politikerin ging auch auf das gescheiterte Projekt in Schollbach ein. Hier sollten mehrere Plätze entstehen. Das war jedoch an den miserablen Bodenverhältnissen gescheitert. 202 000 Euro zahlt die Stadt laut Krzizok dennoch an Erbpacht. „Warum hat man da nicht vorher genauer hingeschaut?“, ärgerte sich Besucher Arnold Kronseder. Mehrere Gäste erinnerten daran, dass der Vertrag bereits in den 80er Jahren unter dem damaligen Bürgermeister Gerd Vogt (CSU) unterzeichnet worden war – laut Kaiser, Balbach und CSU-Stadtrat Günter Adelsberger in Zusammenhang mit der Wohnbebauung auf der anderen Seite der B 388. „Damals hätte man da schon einen Bolzplatz anlegen können. Heute geht das wegen der hohen Standards nicht mehr“, so Kaiser. Einig waren sich Politik und Vereinsvertreter, dass dringend mehr Sportflächen benötigt würden – im Freien wie unter Dach. Immerhin: Das Areal am Stadion des TSV könnte demnächst erweitert werden.

Dennoch wollen die Funktionäre die Stadt nicht kritisieren. „Wir werden gut behandelt, auch wenn es immer noch Luft nach oben gibt. Wenn wir jammern, dann auf hohem Niveau“, so Kaiser.

Zuvor hatte Krzizok auf das große Engagement der Stadt für den Sport verwiesen. Über drei Millionen Euro stünden 2017 im Haushalt. Für jeden Jugendlichen zahle man 13 Euro Zuschuss, es würden keine Nutzungsgebühren erhoben.

Kaiser kündigte an, das Geislinger Vereinsheim müsste nicht nur saniert, sondern vor allem auch erweitert werden. Einen Neubau schloss er nicht aus.

Hans Moritz

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