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Starker Ausbildungsjahrgang bei der Feuerwehr Erding. Nachdem sie erfolgreich um Mitglieder geworben hatte, mussten die Neuen ausgebildet und geschult werden, um fit für den Einsatz zu sein. Unser Bild zeigt (v.l.): 2.Kommandant Fabian Steiger, Leonhard Seifert, Marco Hertel, Florian Schöberl, Florian Bauer, Nico Preiß, Christian Heigl, Ramona Haller, Verena Wörndle, Arthur Vesenmaier, Kommandant Manfred Kordic, Florian Nacke, Ramona Schäffler, Ivan Walbrunn, Stefanie Pühra, Dominik Beierl, Robert Parstorfer, Thomas Hagl, Kevin Quednau, Hermann Kraus, Tobias Sprenger und Markus Gebauer. 

Hauptversammlung

Viele Aktive, aber wenig Platz bei der Feuerwehr Erding

524 Einsätze, so viele wie seit Jahren nicht mehr, hatte die Freiwillige Feuerwehr Erding 2017 zu meistern. Verkehrsbehinderungen sorgen für Unmut bei den Aktiven.

Erding 5806 Einsatzstunden, 3988 Übungsstunden, 2892 Stunden für überörtliche Lehrgänge und Fortbildungen: Die Zahlen, die Kommandant Manfred Kordick am Freitagabend in der Hauptversammlung der Feuerwehr Erding vorlegte, machten ihr ehrenamtliches Engagement deutlich.

Kordick sprach dabei ein Problem an: die Verkehrssituation in der Stadt. Sie macht es den Freiwilligen immer schwerer, die Hilfsfrist einzuhalten. „Seit die Freisinger Brücke abgerissen worden ist, hat sich die ganze Situation noch verschärft. Bei manchen Aktiven verlängert sich der Weg ins Gerätehaus um das Dreifache“, berichtete der Kommandant und dankte allen, die sich „trotz dieser Widrigkeiten“ immer wieder auf den Weg machten.

Um die Hilfsfrist einhalten zu können, muss die Wehr Bereitschaftsdienste organisieren. Oberbürgermeister Max Gotz kündigte an, dass die Freisinger Brücke im Juni ihrer Bestimmung übergeben werden soll – und er mahnte zur Gelassenheit.

Eineinhalb Einsätze pro Tag, da muss man auch während der Hauptversammlung bereit sein. Also stand ein kompletter Zug in der Nähe des Versammlungslokals Erdinger Weißbräu. „Hut ab vor dieser Mannschaft“, sagte Kordick. Jugendwart Christian König berichtete von 32 Übungsabenden des Feuerwehr-Nachwuchses, der sich auch mit 20 Mann an der Aktion Saubere Landschaft beteiligt hatte.

Die Feuerwehr wird in den nächsten Monaten einige neue Fahrzeuge erhalten. Das TLF 4000 soll noch im April kommen. „Wenn alle Fahrzeuge da sind, machen wir einen Tag der offenen Tür“, kündete Kordick an. Dann würden sie auch geweiht.

Auch der Rück- und Austritt des Vorsitzenden Helmut Jorde (wir berichteten) war Thema. 2. Vorsitzender Benjamin Löffelmann machte „persönliche Gründe“ dafür verantwortlich und übernimmt bis zu den Neuwahlen im Jahr 2020 kommissarisch die Vereinsführung.

Dauerbrenner Feuerwehrhaus

Kordick dementierte, dass der Vorsitzende im Streit gegangen sei und kündigte noch ein persönliches Gespräch an. Gotz forderte Respekt für die Leistung des ausgeschiedenen Vorsitzenden.

Auch ein Dauerbrenner war Thema: das zu kleine Feuerwehrhaus an der Lebzelterstraße. Mittel- bis langfristig muss es durch einen Neubau ersetzt werden. Beispielsweise ist für die vielen Aktiven nicht genug Platz für die persönliche Schutzausrüstung. „Wir schaffen auch Abhilfe, indem wir die alte Schlauchwaschanlage ausbauen und verschrotten. Die neue braucht wesentlich weniger Platz“, sagte Kordick. Allerdings „haben wir keine Absaugung im Gerätehaus“.

Im städtischen Haushalt sind 50 000 Euro pro Gerätehaus an Planungskosten enthalten. „Ich freue mich gewaltig“, sagte Kordick dazu. Allerdings schränkte er ein: „Das werde ich nicht mehr erleben als Kommandant, das neue Feuerwehrhaus.“

Gotz betonte mit Blick auf den Bevölkerungszuwachs in Erding: „Die Planungskosten haben wir nicht als Placebo eingesetzt. Es muss und es wird ein Neubau sein.“ Die Standortentscheidung sei noch zu treffen.

„Wenn wir über zwei Feuerwehrhäuser reden, reden wir über einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.“ Aktuell werde der Feuerwehr-Bedarfsplan „in der kleinen Runde“ fertiggestellt, sagte Gotz mit Blick auf den anwesenden Kreisbrandrat Willi Vogl. Alle drei Kommandanten – in Erding, Altenerding und Langengeisling – würden eingebunden. Schließlich habe Erding als zentral gelegenes Oberzentrum auch im Feuerlöschwesen Aufgaben für das Umland zu erfüllen. Klaus Kuhn

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