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Erdinger Herbstfest: Die Mass kostet heuer 9,60 Euro

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Von: Wolfgang Krzizok

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Mit der Festweißen stießen an (vorne, v. l.): Geschäftsführer Stefan Kreisz, Festwirt Patrick Schmidt, Weißbräu-Inhaber Werner Brombach, OB Max Gotz und Geschäftsführer Stefan Huckemann; (hinten, v. l.) Landrat Martin Bayerstorfer, Franz Bauschmid und Daniel Gschlößl von der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide und Geschäftsführer Josef Westermeier.
Mit der Festweißen stießen an (vorne, v. l.): Geschäftsführer Stefan Kreisz, Festwirt Patrick Schmidt, Weißbräu-Inhaber Werner Brombach, OB Max Gotz und Geschäftsführer Stefan Huckemann; (hinten, v. l.) Landrat Martin Bayerstorfer, Franz Bauschmid und Daniel Gschlößl von der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide und Geschäftsführer Josef Westermeier. OB: „Es schmeckt wirklich grandios“ © Wolfgang Krzizok

Der Countdown fürs 80. Erdinger Herbstfest läuft: Am 26. August wird angezapft. Jetzt stellte der Erdinger Weißbräu sein rein regionales Festbier vor.

Erding – 13,3 Prozent Stammwürze, goldgelbe Farbe: Der Erdinger Weißbräu hat seine Festweiße für das 80. Herbstfest, das am 26. August beginnt, vorgestellt. Die Mass wird heuer 9,60 Euro kosten. Wer sie vorab probieren will: „Ab 22. August geht das Bier in den freien Verkauf“, kündigte Weißbräu-Geschäftsführer Josef Westermeier am Donnerstag bei der vorgezogenen Bierprobe an.

Neu ist nicht nur der Preis. Erstmals kommt das Getreide dafür ausschließlich aus dem Erdinger Land. Und nach 30 Jahren gibt es heuer im Weißbräuzelt einen neuen Festwirt. Die Idee, nur Zutaten aus der Region zu verwenden, hatte Technik-Geschäftsführer Stefan Kreisz. Er erzählte, dass das Festbier „ein rein regionales Produkt“ sei. Gerste und Weizen würden hier angebaut, das Wasser komme aus dem eigenen Brunnen – und der Hopfen aus der Hallertau. „Da ist aber auch ein bissl was aus Tettnang dabei – die dritte Hopfengabe“, erklärte Kreisz und meinte schmunzelnd: „Baden-Württemberg kann man durchaus noch als Region bezeichnen.“

Die Hefe, die im Bier ist, „haben wir exklusiv“, betonte er und bedankte sich bei der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide in Erding und Umgebung für die Unterstützung. Das Bier hat 13,3 Prozent Stammwürze. Kreisz sagte, „es ist fast ein bisserl schade, dass man die goldgelbe Farbe im Steinkrug nicht sieht“. Aber der Steinkrug sei wichtig, damit das Bier kühl und frisch bleibe.

„Es schmeckt wirklich grandios“, lobte OB Max Gotz nach dem ersten Schluck. Er freue sich darauf, dass sich nach zwei Jahren wieder etwas rühre auf dem Festplatz und stellte fest: „Bei dem Bier kann nichts schiefgehen.“ Auch dem neuen Festwirt Patrick Schmidt drückt der Stadtchef die Daumen. Schmunzelnd meinte er: „Die Ardinger san nette, anständige, gut gelaunte Leut’.“

Schmidt, der vom 19. bis 28. August auch ein Festzelt auf der Landshuter Dult betreibt, freut sich schon sehr auf Erding. Ob es ein personelles Problem gebe, weil sich beide Feste ein Wochenende lang überlappen? „Nein, das sind zwei komplett verschiedene Personalbestände“, betonte der 32-Jährige: „Erdinger bedienen nicht in Landshut und Landshuter bedienen nicht in Erding.“ Auch was das Küchenpersonal betrifft, „sind wir gut aufgestellt, auch da habe ich einen guten Personalstand aufgebaut“. Allein schon aus seiner Taufkirchener Zeit kenne er viele Leute. Die Festbüros sind fest in Familienhand. „Meine Frau macht das Festbüro in Landshut, meine Mama das Festbüro in Erding“, erzählte Schmidt. Natürlich werde es stressig, wenn sich beide Feste überlappen, gibt er zu. „Da werde ich oft hin- und herfahren. Aber schlafen werde ich in Erding.“

Die Mass Bier kostet heuer auf dem Herbstfest 9,60 Euro – im Weißbräuzelt ebenso wie im Stiftungszelt. Das ist ein Euro mehr als beim letzten Herbstfest 2019. „Den Preis legt der Volksfestausschuss fest, wobei der auch die Meinung von Brauerei und Wirt hört“, erklärte Gotz. „Wir berücksichtigen dabei die steigenden Rohstoffpreis, aber wir wollen auch einen Preis, der im Rahmen ist, denn es ist ein Familienfest.“ Gotz betonte, „dass wir bei den alkoholfreien Getränken genau hinschauen, und ich denke, dass 3,90 Euro für eine Flasche Wasser in Ordnung sind.“

Zum Vergleich: Auf dem Dorfener Volksfest, das am Freitag begann, kostet die Mass 9,20 Euro. Auf dem Rosenheimer Herbstfest, das zeitgleich mit dem Erdinger gefeiert wird, sind es 11,40 Euro, und auf dem Oktoberfest werden es zwischen 12,60 und 13,80 Euro sein.

Eins hat der neue Weißbräu-Festwirt schon bemerkt: „Viele Volksfeste sind gleich, aber Erding ist anders. Hier ist die ganze Welt zu Gast.“ So habe er bereits Reservierungen aus der Schweiz und Belgien. „Das gab es in Landshut nie“, sagte Schmidt. Er lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der scheidenden Festwirtsfamilie Pianka. „Sie haben mir sehr viel geholfen. Ich glaube, dass so was eher selten ist.“

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