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Herbstfest: Neuer Wirt im Weißbräu-Zelt

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Von: Hans Moritz

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Bei den Wirtsleuten gibt es einen Wechsel: Mario Pianka übergibt das Zepter an Patrick Schmidt. Über den glatten Übergang freuen sich auch Weißbräu-Inhaber Werner Brombach und OB Max Gotz (v. r.). © Hans Moritz

Nach zweijähriger Zwangspause soll heuer das Erdinger Herbstfest wieder stattfinden. Es wird der Beginn einer neuen Wirte-Ära sein.

Erding - Denn nach fast 30 Jahren gibt die Familie Pianka das Weißbräu-Zelt ab. Neuer Festwirt ist Patrick Schmidt. Der 32 Jahre alte Landshuter kennt nicht nur die Erdinger Gastro-Szene gut, sondern auch das Herbstfest.

1992 hatte Uwe Pianka nicht nur den Brauereigasthof übernommen, sondern auch das Weißbräu-Zelt auf Oberbayerns drittgrößtem Volksfest. Nur 2020 und 2021 mussten er und sein mittlerweile ins Geschäft mit eingestiegener Sohn Mario pausieren. Bereits im Herbst hatte der Junior mitgeteilt, dass er mit den Gasthöfen Erdinger Weißbräu am Sitz der Brauerei und in Großhadern, mit der Gastronomie in der Therme und nun auch mit der Post ausgelastet sei.

„Wir haben uns auf die Suche gemacht – und sind fündig geworden“, berichtete Weißbräu-Marketing-Geschäftsführer Josef Westermeier am Freitag bei der Vorstellung des Nachfolgers. Eigentlich hätte Patrick Schmidt längst Festwirt im Landkreis sein sollen. Der Landshuter hatte die Ausschreibung für das Dorfener Volksfest 2020 und 2021 gewonnen, doch auch die waren der Pandemie zum Opfer gefallen. Dennoch hat der dreifache Vater Volksfest-Erfahrung: Derzeit betreibt er ein Zelt der Brauerei Wittmann auf der Landshuter Dult. In Taufkirchen war der gelernte Koch Wirt des Kulinaria, und auf dem Herbstfest hat Schmidt öfters den Piankas geholfen. Sie bleiben zumindest beratend dabei.

Westermeier ist überzeugt, mit Schmidt den Richtigen gefunden zu haben: „Mit Herrn Brombach waren wir in seinem Lokal in Landshut – inkognito. Und es war sehr gut, von der Küche ebenso wie von der Organisation.“

Brauereiinhaber Werner Brombach ist es ein großes Anliegen, „dass die Qualität auf hohem Niveau bleibt“, betonte er. Das Herbstfest sei die wichtigste Veranstaltung der Brauerei. Man erwarte wieder zahlreiche Kunden aus der ganzen Welt.

Schmidt sagte, auch er stehe für Qualität. Viel wolle er in Erding deshalb gar nicht ändern. Er werde mit 120 bis 130 Kräften das Weißbräu-Zelt übernehmen. „Ich gehe nicht davon aus, dass ich Personalprobleme haben werde. Da gibt es ein eingeschworenes Team, das wieder am Start ist.“

Schmidt und Westermeier sind überzeugt, dass das Herbstfest nach der zweijährigen Pause wieder voll durchstarten werde. „Unsere Erfahrung ist, dass die Feste, die derzeit stattfinden, alle sehr gut besucht sind. Die Leute sind heiß aufs Feiern. Es herrscht große Aufbruchstimmung“, so Westermeier. Und von der Landshuter Dult berichtet der neue Wirt: „Wir sind komplett ausreserviert.“

„Die Gastronomie im Weißbräu-Zelt muss nicht von der Stadt ausgeschrieben werden“, erklärt Robert Buckenmaier von der Stadt Erding, „das ist das Recht der Brauerei“. Lediglich der Wirt des Stiftungszeltes müsse per Ausschreibung gefunden werden. Auch heuer wird es die Familie Römersperger-Richter sein. Hier, kündigte Westermeier an, werde das bekannte Festbier der Stiftungsbrauerei ausgeschenkt. Das Helle und Radler, die neuerdings unter Erdinger Brauhaus firmieren, sollen allenfalls in einem kleinen Zelt ausgeschenkt werden.

Für OB Max Gotz steht fest: „Das Herbstfest wird ohne Wenn und Aber stattfinden.“ Das „Geiere“ in München um die Wiesn könne er nicht nachvollziehen. Für eine dritte Absage gibt es für ihn keinerlei Grund, ebenso wenig für Beschränkungen. Buckenmaier betont: „Wir haben frühzeitig geplant. Im Herbst 2021 liefen die Bewerbungen, zu Weihnachten haben wir die Zusagen an die Händler und Betreiber der Fahrgeschäfte verschickt.“ Auch das Altstadtfest im Juli wird laut OB stattfinden.

ham

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