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Viva la Viola: Solistin Ute Auf dem Hövel (stehend, l.) ließ ihre Bratsche beim Konzert des Erdinger Kammerorchesters funkeln – erstmals unter dem Dirigat von Alexander Scholz. 

Herbstkonzert des Erdinger Kammerorchesters

Bratsche im Mittelpunkt

Sein gelungenes Debütkonzert als neuer Leiter des Erdinger Kammerorchesters widmete Alexander Scholz einem Streichinstrument, das sonst meist in zweiter Reihe erklingt und für das es nur wenige solistische Werke gibt: der Viola.

Erding Sein gelungenes Debütkonzert als neuer Leiter des Erdinger Kammerorchesters widmete Alexander Scholz einem Streichinstrument, das sonst meist in zweiter Reihe erklingt und für das es nur wenige solistische Werke gibt: der Viola. Umso interessanter war es, dass die Bratsche, die eine Oktave höher als das Cello erklingt, in den Mittelpunkt des Abends gerückt wurde.

Solistin Ute Auf dem Hövel, eine vielseitige und erfahrene Musikerin, ließ ihre Bratsche mit dem Konzert für Viola und Orchester von Franz Anton Hoffmeister in verschiedenen Klangfarben funkeln. Anders als seine berühmten Kollegen der Wiener Klassik, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart, hat Hoffmeister keinen die Zeiten überdauernden Bekanntheitsgrad erlangt. Sein Werk ist vor allem Insidern der Musik um 1800 vertraut.

Man hörte im Allegro eine prägnante, unbegleitete Kadenz der Solistin, in der Ute Auf dem Hövel die vielen Facetten ihres Könnens zeigte, ein berührendes, gesangliches Adagio und ein munter-bewegtes Rondo. Das zahlreich erschienene Publikum honorierte Auf dem Hövels Leistung mit begeistertem Beifall.

So kam man in den Genuss einer Zugabe für Bratsche solo: ein Stück von Georg Philipp Telemann. Mit einer Chaconne in g-Moll für Streicher von Henry Purcell ertönte zudem ein Werk aus dem Hochbarock, ein glanzvolles Stück aus dem reichen Schaffen des Komponisten. Purcell wurde nur 36 Jahre alt. Zur bitter-süßen Melodie des englischen Volksliedes „Green-sleeves“ gibt es zahllose Fassungen. Ein bezauberndes Arrangement setzte das Kammerorchester nach der Pause gekonnt mit poetischer Zartheit und Schwung in Szene. In die bilderreiche Spätromantik führte Edward Elgars Serenade für Streichorchester op. 20. Folkloristische Elemente durchzogen die St. Paul’s Suite für Streichorchester von Gustav Holst, der aus dem romantischen Klang-inventar schöpfte und an der Schwelle zur klassischen Moderne stand.

Als Zugabe gab es das rhythmisch vertrackte, minimalistische Stück „Mantras“ von Richard Meyer.


vev

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