Christkindlmarkt Erding 

Hickhack um Schwenkgrill geht weiter

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Erding – Der Streit zwischen dem Verschönerungsverein Erding als Veranstalter des Christkindlmarktes und Schwenkgrill-Betreiber Sascha Schmid geht in die nächste Runde. Die Situation ist „verzwickt“, so Schmid.

Wie berichtet, hatte die Zivilkammer des Landgerichts Landshut am Dienstag die einstweilige Verfügung von Sascha Schmid gegen seine Nichtzulassung bestätigt. Am Mittwoch erklärte Vereinsvorsitzender Fritz Steinberger, dass „wir den Abfallplatz am ehemaligen Friedberger Eck beseitigt haben und der Platz bereit steht – wie schon 2015“. Dies sei Schmids Anwalt per Fax mitgeteilt worden. Zuvor hatte sich Steinberger mit der Führungsriege des Verschönerungsvereins abgesprochen.

Das Dilemma: Schmids Stand passt dort nicht hin. Im vergangenen Jahr hatte er noch eine städtische Hütte genutzt, die nach seinen Angaben 4,50 auf zwei Meter groß war. Sein Stand sei dagegen 6,50 auf 4,50 Meter groß. „Das geht von der Tiefe her nicht, denn dort steht ein Fernmünzsprecher der Telekom. Und wegen der Feuerwehrzufahrt kann ich nicht weiter nach vorne rücken.“

Schmid erklärte, sein Anwalt habe dies beim Verschönerungsverein bereits moniert. Außerdem habe er zwei Anträge gestellt: einen auf 25 000 Euro Zwangsgeld, damit die einstweilige Verfügung eingehalten werde, und einen auf Zulassung zur Hauptverhandlung, in der unter anderem die Schadensersatzforderung geklärt werden soll. „Das ist im Moment der Stand der Dinge“, so Schmid gestern Nachmittag.

Seinem Wunsch, wieder am Kleinen Platz stehen zu können, erteilt Steinberger aus Platzgründen eine Absage. Und er gibt nicht klein bei. „Wir gehen auf alle Fälle in Berufung. Sonst kann ja jeder kommen und sich mit seinem Stand einklagen.“

Der Verschönerungsverein organisiert den Christkindlmarkt seit 30 Jahren im Auftrag der Stadt und seit 2014 gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Ardeo auch die Eiszeit. Grundsätzlich ist Steinberger zufrieden: „Es läuft gut. Jedes Wochenende und auch abends ist es voll. Das Frauenkircherl wird gut angenommen.“

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