Das Damen-Trio (v. l.) Jana Schröder, Carina Haider und Sarah Heilmaier führt am Anne-Frank-Gymnasium Erding die Bestenliste an.
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Das Damen-Trio (v. l.) Jana Schröder, Carina Haider und Sarah Heilmaier führt am Anne-Frank-Gymnasium Erding die Bestenliste an.

233 Abiturienten an den Erdinger Gymnasien – Insgesamt sieben Mal Traumnote 1,0

Abitur in Erding: Hoch die Hände, Schulzeitende!

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Abschluss im Corona-Jahr: Die diesjährigen Abiturjahrgänge der beiden Erdinger Gymnasien haben diese Herausforderung gemeistert. Am Freitag bekamen sie ihre Noten – und feierten das Ende ihrer Schulzeit ausgiebig.

Erding – Einen vorläufigen Bestdurchschnitt von 1,99 erzielte der Jahrgang des Korbinian-Aigner-Gymnasiums (KAG). Diese überdurchschnittlich gute Leistung hoben bei der Notenbekanntgabe auch Schulleiterin Andrea Hafner und Oberstufenbetreuer Markus Mitschke hervor. Dabei erzielten 68 Abiturienten eine Eins vor dem Komma, 34 ein Einser-Abitur (bis 1,5).

Die Bestnote von 1,0 haben vier Absolventen erreicht. Stolz auf sich selbst und überglücklich über diese Leistung sind Edis Yardim (18) aus Erding, Christina Kliem (18) aus Wartenberg, Antonia Reithmeier (17) aus Moosinning und Katharina Fertl (18) aus Walpertskirchen. Über einen Schnitt von 1,1 freuten sich weitere vier Abiturienten. „Zu solchen Ergebnissen gehören viel Disziplin und Eigenarbeit“, lobte Hafner.

KAG-Abiturienten 2021: Sehr diszipliniert, leistungsfähig und bereit für Flexibilität

Trotz Corona kam dieses Jahr besonders ein Gefühl des Miteinanders auf. 146 der 152 Abiturienten hatten sich am Vortag des Prüfungsbeginns freiwillig einem Corona-Schnelltest unterzogen, um zusammen in der Turnhalle ihr Abi zu schreiben. Wer sich nicht testen lassen wollte, legte die Prüfung in einem separaten Raum ab. „Wir haben uns gegenseitig motiviert, damit alle zusammen schreiben können und gemeinsam das Abi schaffen“, erzählt Yardim, der ein Medizinstudium in München anstrebt.

Am Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding haben (vorne, v. l.) Jule Maylandt (1,1), Emilia De Mattia (1,1), Antonia Reithmeier (1,0), Carina Neumayr (1,1), (hinten, v. l.) Edis Yardim (1,0), Christina Kliem (1,0), Romina Stein (1,1) und Katharina Fertl (1,0) die besten Abiturnoten erzielt.

Oberstufenbetreuer Mitschke beschrieb den Jahrgang als sehr diszipliniert, leistungsfähig und bereit für Flexibilität, die durch die ständigen Änderungen in der Corona-Pandemie nötig wurde. „Die Prüfungen waren human und vergleichbar mit den letzten Jahren“, sagte der 18-jährige Yardim. Für Fertl war die Vorbereitungszeit nervenaufreibend und anstrengend: „Ich habe mich selbst sehr unter Druck gesetzt“, sagt die 18-Jährige, die demnächst ein Bundesfreiwilligenjahr absolvieren will.

Mit genügend Vorbereitung könne aber jeder in die Prüfung gehen, meinte Kliem. Sie absolvierte eine zusätzliche praktische Prüfung im Fach Musik und strebt ein Studium an, möglicherweise in Kombination mit ihrem Instrument Geige. Reithmeier, die in Regensburg Medizin studieren wird, sah die Lage etwas entspannter. „Ich finde, dass auch in der Vorbereitungszeit genügend Freizeit wichtig ist“, erzählte sie mit einem Lächeln.

Einige Abiturienten des KAG gehen nächste Woche noch in die Nachprüfung, darunter auch ein ehemals positiv getesteter Schüler, der deshalb an den Prüfungen nicht teilnehmen konnte.

AFG-Abiturienten: Ein Damen-Trio führt die Bestenliste an

Am Anne-Frank-Gymnasium (AFG) führt in diesem Jahr ein Damen-Trio die Bestenliste an. Jana Schröder (18) aus Hofsingelding, Carina Haider (18) aus Fraunberg und Sarah Heilmaier (17) aus Altenerding haben die Traumnote von 1,0 erreicht.

Schröder war bei der Notenbekanntgabe am Freitag durchaus überrascht: „Ich habe viel gelernt und mich echt reingehängt, aber die glatte 1,0 war jetzt doch überraschend“, sagte Schröder. Ihre berufliche Zukunft hat die junge Hofsingeldingerin noch nicht komplett geplant. Zur Wahl stehen Journalismus oder Psychologie. Jetzt möchte sie aber erst einmal reisen – „wenn das denn möglich ist“. Work and Travel in Südkorea zum Beispiel würde sie reizen.

Für Haider geht es im Herbst direkt an die Uni. Sie wird im Forschungszentrum der TU München in Garching Physik studieren. „Astrophysik finde ich unglaublich interessant und kann mich auch gut in der Forschung sehen“, sagte die 18-Jährige, die in Sachen Physik quasi familiär vorgeprägt ist: Ihre Großeltern haben ebenfalls Physik studiert.

Heilmaier hat ihren Studienplatz zwar noch nicht in der Tasche, mit der 1,0 aber die besten Voraussetzungen für ein Medizinstudium. Vermutlich wird sie sich für Zahnmedizin entscheiden – „in der neunten Klasse habe ich ein Praktikum beim Zahnarzt gemacht, und das hat mir sehr gut gefallen“, erzählte die 17-Jährige.

Die Abizeit unter Corona-Bedingungen beschreiben alle drei Frauen als anstrengend und durchaus schwierig. Auch, weil im Lockdown die Mitschüler und die Möglichkeit eines Ausgleichs zum Lernen gefehlt hätten. „Aber wir hatten sehr nette Lehrer, die uns viel unterstützt haben“, sagte Schröder.

Am AFG liegt der vorläufige Durchschnitt heuer bei 2,12. Das werde sich aber noch ändern, sagte Schulleiterin Regine Hofmann, denn einige der insgesamt 81 Abiturienten würden nächste Woche in die mündliche Nachprüfung gehen. Hofmann sowie die Oberstufenkoordinatoren Elisabeth Ringler und Alexander Wolf sind auf jeden Fall stolz auf die Leistungen ihrer Schützlinge. „Sie hatten es noch schwerer als der vorherige Jahrgang“, sagte Ringler: Sie mussten zweimal einen Lockdown mitmachen, Klausuren sind weggefallen, sie waren mehr auf sich alleine gestellt. „Aber sie haben richtig angezogen und sich reingehängt.“

vam/hbm

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