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Ortstermin am Stadtwehr: Dort trafen sich Dr. Ulrich Wunner von der Fachberatung für Fischerei, Dr. Stefan Fach (Wasserwirtschaftsamt München), Robert Asner vom Landesfischereiverband, WWA-Leiterin Sylva Orlamünde, Horst Gattermann (Bezirksfischereiverein Erding) und Thomas Schreder vom Fischkonsortium Erding (v. l.) zur Besichtigung.

Neubesatz nach Pegelabfall

Ein Hochzeitsbett für die Fische in der Sempt

Erding – Durch einen Fehler an der Stadtwehr-Baustelle war die Sempt vor gut zwei Wochen trockengelegt worden (wir berichteten). Die Arbeiter hatten eine Kiesbank übersehen. So war der Pegel der Sempt rapide abgefallen. Dies hatte zu einem Fischsterben geführt. Jetzt wird Schadensbegrenzung betrieben.

„Ein nicht einsehbares Abflusshindernis etwa 150 Meter stromabwärts führte dazu, dass viel zu wenig Wasser in die Sempt geleitet wurde“, fasst Sylva Orlamünde, Leiterin des verantwortlichen Wasserwirtschaftsamtes (WWA) München, die Ursache nochmals zusammen. Besonders in den Flachwasserbereichen und Fischpässen seien viele Fische, vor allem junge, verendet. Gänsesäger und Fuchs taten ihr Übriges. „Wir bedauern den Vorfall außerordentlich und werden natürlich alle entstandenen Schäden wiedergutmachen“, so Orlamünde.

Bei einem Ortstermin am Dienstag mit WWA, geschädigten Fischern, der Fachberatung für Fischerei, dem Landesfischereiverband und der Regierung von Oberbayern wurde das weitere Vorgehen besprochen. Durch Besatz mit Jungfischen aus dem Genpool der Sempt soll der Fischbestand schnell wieder gestärkt werden. Dies werde so schon seit vielen Jahren von den Fischern erfolgreich praktiziert.

Zudem sollen an einigen Stellen die Bedingungen für Kieslaicher verbessert werden. „Wir bauen für Bachforelle und Äsche ein Hochzeitsbett, so dass sie sich wieder optimal reproduzieren können“, sagte Dr. Ulrich Wunner von der Fachberatung für Fischerei. Dabei werden die verbackene Kiessohle aufgelockert und Strukturelemente eingebaut. Auch eine Entschlammung der Sempt wird geprüft. Dies gehe aber nur in enger Abstimmung und mit Beteiligung der Wasserkraftbetreiber, da die Sempt in weiten Strecken staugeregelt sei, so das WWA.

„Bei allen noch erforderlichen Eingriffen in der Sempt werden wir alle Beteiligten und Betroffenen so früh wie möglich informieren“, versprach Orlamünde.

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