St. Wolfgangs Apfelkönigin Raphaela I. Müller beim Arbeitseinsatz
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Fuhre um Fuhre Gestrüpp transportierte St. Wolfgangs Apfelkönigin Raphaela I. Müller beim ersten Arbeitseinsatz des Gartenbauvereins heuer ab. Sie hofft in ihrer verlängerten Amtszeit endlich auf hoheitliche Einsätze.

Saison in St. Wolfgang – Arbeitslose Apfelkönigin – Amtszeit verlängert

Gartenbauverein: „Bitte nicht wieder nur Home-Garteln!“

  • vonCIF.H. Weingartner
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Auch wenn sie grundsätzlich an der frischen Luft zusammenkommen, leiden auch die St. Wolfganger Gartler unter Corona. Der Verein hofft auf eine bessere Saison und die beinahe arbeitslose Apfelkönigin auf Einsätze.

St. Wolfgang – Auch wenn das Wetter noch nicht so mitspielt, die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf. In den Gärten gibt’s nun wieder einiges zu tun. Und wenn man, wie der Gartenbauverein St. Wolfgang, einen 25 000 Quadratmeter großen „Garten“ hat, gibt’s noch viel mehr zu tun. Beim ersten Arbeitseinsatz heuer hat unsere Zeitung mit Vorsitzendem Rudi Brand, Jugendleiterin Andrea Hammer und einer derzeit fast arbeitslosen Apfelkönigin über die Gartler-Pläne fürs zweite Corona-Jahr gesprochen.

Apfelkönigin traurig: „Nicht viel passiert“

Seitdem im Jahr 2001 Elisabeth Loidl zur ersten St. Wolfganger Apfelkönigin gekürt worden war, berichteten die Hoheiten über viele tolle und spannende Erfahrungen. Voller Tatendrang startete auch Raphaela I. Müller im Herbst 2019 als elfte Apfelkönigin in ihre zweijährige Amtszeit. Die Pandemie machte ihr dann aber einen dicken Strich durch die Rechnung. „Bisher ist nicht viel passiert“, bedauert die 21-Jährige. Daher hat der Vorstand jetzt entschieden, ihre Regentschaft um zwei weitere Jahre zu verlängern, „damit ich vielleicht doch mehr mitbekomme“.

In ihrer bisherigen Amtszeit ist die sympathische Armstorferin nur beim Neujahrsempfang von Ministerpräsident Markus Söder gewesen, auf der Grünen Woche in Berlin und sonst nur bei einer Veranstaltung einer anderen Königin.

„Das muss man halt aussitzen“

In St. Wolfgang war Raphaela I. 2020 lediglich beim Obst- und Gemüsemarkt als Apfelkönigin präsent. Die angehende Diätassistentin resümiert daher trocken: „Es hat bisher eher mager ausgeschaut. Es wird wohl noch so bleiben, denn wo wir sind, sind immer auch sehr viele Leute.“ Aber es gehe derzeit allen Produktköniginnen so mit Corona, habe sie bei einem Online-Treffen der Hoheiten erfahren. Das tröstet die junge Dame. Und dann tanzt sie auch noch „super gerne“ bei der St. Wolfganger Showtanzgruppe. Das war in den vergangen Monaten aber auch nicht möglich. Der Fasching, „der mein Leben ist“, fiel aus, sagt die 21-Jährige. Raphaela I. lässt sich davon aber nicht runterziehen: „Es geht jetzt jedem so, das muss man halt aussitzen.“

Wegen der Pandemie könne die schon vergangenes Jahr verschobene Drei-Tages-Lehrfahrt auch in diesem Jahr nicht stattfinden, bedauert der Vereinsvorsitzende Rudi Brand. Vielleicht sei es ja möglich, im Herbst einen Tagesausflug oder im Winter eine Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt zu unternehmen. Ansonsten zieht der Verein trotz Corona eine positive Bilanz 2020.

Optimistische Planung für den 22. Gartlertag

Trotz Corona plane man aber optimistisch den diesjährigen 22. Gartlertag mit großem Apfel- und Bauernmarkt am 3. Oktober „wie immer“. Sollte es dennoch erneut nicht möglich sein, die Großveranstaltung mit zuletzt rund 1500 Besuchern in gewohnter Weise abzuhalten, werde es wie schon 2020 als Alternative einen Obst- und Gemüsemarkt am Vereinsheim geben.

Auch die Jugendarbeit leide sehr unter den Beschränkungen durch die Corona-Krise, berichtete Jugendleiterin Andrea Hammer. Ihre Abteilung hat rund 80 Mitglieder, davon etwa 40 aktive Nachwuchsgartler. Für das Osterbasteln hatten die Kinder nach Hause Holzbausätze für Nistkästen geliefert bekommen. Die meisten seien schon aufgehängt und „bezogen“.

Falls die Inzidenz es erlaubt, setzen Kinder noch im April Kartoffeln

Nun hofft Hammer für die Saison 2021, dass „wir wieder mehr draußen im Garten machen können und nicht wieder nur Home-Garteln“. Für Ende April ist bereits eine Aktion geplant: Kartoffelsetzen mit den Jugendlichen. „Ich hoffe, dass wir da dann nicht nur fünf Kinder da haben dürfen, denn das war letztes Jahr schon mager“, sagt die Jugendleiterin.

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