Der neue Vorstand des Christophorus Hospizvereins (v. l.): Michael Gruber, Dr. Werner Czudnochowsky, Ottilie Kober, Dr. Johannes Schollen, Gertraud Lippe, Barbara Schalk, Thomas Armbrüster und Kurt Manlik.  
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Der neue Vorstand des Christophorus Hospizvereins (v. l.): Michael Gruber, Dr. Werner Czudnochowsky, Ottilie Kober, Dr. Johannes Schollen, Gertraud Lippe, Barbara Schalk, Thomas Armbrüster und Kurt Manlik.  

Mitgliederzahl gestiegen – Kassenbericht 2020 mit deutlichem Plus – Vorstand neu gewählt

Hospizverein personell und finanziell gut gerüstet

Der Christophorus Hospizverein (CHV) Erding ist finanziell und personell gut aufgestellt. Die Anzahl der Mitglieder ist auf 500 gestiegen, das Jahr wurde mit einem ordentlichen Plus abgeschlossen. Bei den Neuwahlen gab es kleine Veränderungen.

Erding - Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Gemeindehaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde traten die langjährige Schriftführerin Eva-Maria Geisel sowie Beisitzerin Christine Unangst nicht erneut an. Mit viel Applaus wurden sie von den 53 anwesenden Mitgliedern verabschiedet. Ebenso nicht mehr als Beisitzer kandidierte der abwesende Burkhard Köppen. Er wurde Kassenprüfer.

Im vergangenen Jahr wurden von den CHV-Fachkräften für Palliativpflege und Hospizarbeit insgesamt 236 Personen begleitet, informierte Vorsitzender Dr. Johannes Schollen – davon 78 Personen in der Palliativstation Wartenberg, 53 im häuslichen Umfeld sowie 33 in stationären Pflegeeinrichtungen. Die Anzahl der Hausbesuche betrug 2020 laut Vorsitzendem 421. In Heimen waren die Koordinatorinnen 207 Mal präsent. Auch die Trauerbegleiter waren sehr gefragt. Es gab Einzelgespräche mit 23 Personen, die insgesamt 195 Stunden umfassten.

Die Begleiter mussten wegen Corona improvisieren

„Die Begleiter mussten wegen Corona sehr improvisieren“, sagte Schollen. Komplett ausfallen musste die Trauergruppe. Teilweise auf Online-Sitzungen umgestiegen sind auch Vorstand und Beirat des CHV.

Einen erfreulichen Bericht gab es von Schatzmeister Michael Gruber. Die Einnahmen betrugen 2020 insgesamt 276 300 Euro. Die größten Posten waren 145 100 Euro Zuschüsse, 92 900 Euro Spenden sowie 22 300 Euro Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge. Die Ausgaben des Vorjahres umfassten 244 800 Euro, 162 100 Euro davon sind Personalkosten. „Wir haben nun eine gute Basis und Sicherheit, um gut gerüstet durch die Corona-Zeit zu kommen“, sagte Gruber.

Baufortschritte am Sophienhospiz

Über die Baufortschritte des Sophienhospiz am Sternweg informierte dessen Leiterin Rita Gabler. Zwölf Gastzimmer mit Veranda sollen in dem halbrunden Gebäude entstehen. Gabler ist zufrieden mit der Entwicklung. Aufgrund der coronabedingten Verzögerung der Sauerstoffversorgungsanlage verschiebt sich jedoch die Eröffnung. Die 58-Jährige schätzt, dass das Hospiz im Januar oder Februar in Betrieb gehen kann.

Veranstaltungen im Herbst

Am 9. Oktober plant der Christophorus Hospizverein Erding einen Tag der offenen Tür in den Räumlichkeiten an der Münchener Straße. Ein interaktiver Demenz-Pfad mit Vortrag von Markus Proske ist am 14. Oktober vorgesehen. Außerdem findet am 20. Oktober ein Vortrag zu Patientenverfügung und Vollmacht statt.

MARKUS OSTERMAIER

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