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Wohnen im Schatten Erdinger Braukunst: Auf dem Gelände der früheren Gerlspeck-Tennishalle an der Franz-Brombach-Straße ist ein Hotel beziehungsweise Bordinghouse geplant. Über den Investor ist noch nichts bekannt. 

An der Franz-Brombach-Strasse 

Hotel statt alter Tennishalle

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In Erding dürfte in naher Zukunft ein weiteres Hotel beziehungsweise Boardinghouse entstehen – und zwar an der Franz-Brombach-Straße. Die frühere Tennishalle gegenüber der Brauerei wird dem Vernehmen nach abgerissen.

Erding – Der Tourismus in Erding boomt. 26 Beherbergungsbetriebe mit 2300 Betten gibt es mittlerweile in der Kreisstadt. Voriges Jahr wurden rund 300 000 Gäste registriert, die der Stadt gut eine halbe Million Übernachtungen bescherten. Diese Zahlen könnten sich weiter nach oben entwickeln.

Im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss (Stuva) des Stadtrats wurden am Dienstag Pläne für ein weiteres Hotel beziehungsweise Boardinghouse bekannt. Dabei handelt es sich um eine Pension, deren Zimmer die Gäste oft länger nutzen – etwa Geschäftsreisende oder Arbeitnehmer, die nur unter der Woche in Erding sind. Entstehen soll der Komplex nach den Worten von Lolita Liening vom Stadtplanungsamt an der Franz-Brombach-Straße gegenüber der Braustätte des Erdinger Weißbräu. Das Areal ist markant, dort befindet sich die frühere Tennishalle, die aktuell für Soccer und Beachvolleyball genutzt wird. Westlich davon befinden sich Parkplätze. Nördlich grenzt Wohnbebauung an.

Der Stuva stellte planungsrechtlich die Weichen, in dem er beschloss, den bereits 50 Jahre alten Bebauungsplan Nr. 56 „Rennweg-Freisinger Siedlung“ zu ändern. Bislang handelt es sich um ein Industriegebiet.

Stadtbaumeister Sebastian Henrich stellte die mögliche Architektur vor. „Es wird sich um ein Gebäude mit unterschiedlichen Höhen sowie vor- und zurückspringender Fassade handeln, weil sich das am besten in die Umgebung einfügt.“ Er sprach von drei bis fünf Geschossen. Die Bebauung werde über das Grundstück „mäandern“, sprich „bebaute und grüne Flächen wechseln sich ab“, so der Chef des Bauamts.

Zum Wohnhaus im Westen werde ausreichender Abstand eingehalten, die Häuser im Norden würden von einem Grünzug abgeschirmt. OB Max Gotz (CSU) erklärte, konkreter könne man noch nicht werden. „Ziel ist aber, dass aus dem Bebauungsplan direkt das Genehmigungsverfahren abgeleitet wird.“

Stadtrat Hans Egger (Erding Jetzt) begrüßte das Vorhaben, fragte aber, ob auch eine andere Nutzung der Fläche möglich sei. „Grundsätzlich ja“, erwiderte Liening, „aber den Bebauungsplan ändern wir, um einen Beherbergungsbetrieb zu ermöglichen“. Burkhard Köppen (CSU) sagte, ein Boardinghouse sei ein Betrag gegen die Wohnungsknappheit.

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