672 Mittelschüler streben im Landkreis den mittleren Schulabschluss oder den Quali an. Sie stecken mitten in den Prüfungen (Symbolbild).
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672 Mittelschüler streben im Landkreis den mittleren Schulabschluss oder den Quali an. Sie stecken mitten in den Prüfungen (Symbolbild).

672 Prüflinge im Landkreis

Hunderte Mittelschüler im Prüfungsstress

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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672 Mittelschüler streben im Landkreis den mittleren Schulabschluss oder den Quali an. Sie stecken mitten in den Prüfungen.

Erding – 672 Absolventen stecken derzeit an den zehn Mittelschulen im Landkreis Erding in den zentralen Abschlussprüfungen oder haben sie noch vor sich.

Diejenigen, die den mittleren Schulabschluss anstreben, haben die Tests schon fast hinter sich. Diesen Abschluss, der der Mittleren Reife an der Realschule entspricht, wollen heuer 220 (Schuljahr 2018/19: 204) junge Damen und Herren erreichen. Diese Zahlen nennt das staatliche Schulamt Erding auf Nachfrage. Deutsch und Englisch wurden in diesem Fall schon geprüft, am heutgen Donnerstag steht noch Mathematik auf dem Programm.

Am Montag, 6. Juli, beginnt der Quali in Englisch

37 (27) Absolventen streben zudem den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule nach neun Jahren an. Am größten aber ist die Zahl der Jugendlichen, die den sogenannten Quali, den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule, schaffen wollen. Das Schulamt berichtet hier von 452 (450) Anmeldungen.

Diese Quali-Kandidaten haben noch ein paar Tage Zeit zum Lernen. Sie schreiben am Montag, 6. Juli, die Prüfung in Englisch. An den folgenden Tagen werden Deutsch oder Deutsch als Zweitsprache, Mathematik und Physik/Chemie/Biologie sowie Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde geprüft. Muttersprache stand einer Pressemitteilung des Kultusministeriums zufolge in beiden Bereichen bereits Mitte Juni auf dem Programm – diese Termine waren nicht verschoben worden.

Bayernweit 61 000 Mittelschulabsolventen

Reine Mittelschulen befinden sich im Landkreis in Erding, Altenerding, Dorfen und Taufkirchen. Grund- und Mittelschulen sind in Finsing, Forstern, Isen, Oberding, Wartenberg und Wörth.

Bayernweit stellen sich heuer nach Auskunft des Kultusministeriums rund 61 000 Schüler den Abschlussprüfungen. Welchen Abschluss sie auch anstreben: „Die Abschlüsse an den bayerischen Mittelschulen haben einen hohen Stellenwert nicht nur in der Wirtschaft“, heißt es in der Pressemitteilung.

Was für Hochzeiten gilt, gilt auch für Schulabschlussfeiern

Sicher ist in jedem Fall: Dieser Jahrgang ist aufgrund der Umstände, unter denen die Prüfungen stattfinden, ein besonderer. Auf große Abschlussfeiern werden die jungen Damen und Herren coronabedingt verzichten müssen. Das Schulamt merkt im Zusammenhang mit den Zeugnisübergabeterminen an, „dass eine gemeinsame Zeugnisverleihung möglich ist, sofern die Vorgaben des Hygieneplans sowie der jeweils aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eingehalten werden“. Was für Hochzeiten oder Vereinssitzungen gilt, gilt demnach auch für Schulabschlussfeiern: Nach derzeitigem Stand sind Feiern in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Teilnehmern gestattet, und unter freiem Himmel sind bis zu 100 Teilnehmer erlaubt, wenn ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept vorliegt.

Würdiger Abschluss für ein „sehr ungewöhnliches Jahr“

Daran arbeiten die Schulen im Landkreis, um den Absolventen auch in diesem „sehr ungewöhnlichen Jahr“ einen würdigen Abschluss zu ermöglichen, wie Rektorin Annett Taubert sagt. An ihrer Schule in Forstern wird es deswegen am letzten Tag vor den Ferien am späteren Vormittag eine kleine Abschlussfeier in der großen Turnhalle geben. Unter Einhaltung aller Hygieneregeln werde dort ein feierlicher Rahmen geschaffen, wo nach derzeitigem Stand immerhin ein Elternteil mit dabei sein kann.

An der Mittelschule Finsing gibt es die Zeugnisse „in würdigem Rahmen, aber natürlich nicht vergleichbar mit den bisherigen Feiern“, sagt Rektor Stephan Rettig. Aktuell sind bei der Zeugnisvergabe in der Turnhalle nur die Schüler, aufgeteilt in zwei Gruppen, dabei. „Wir können aber flexibel reagieren, wenn sich an den Vorgaben etwas ändert“, sagt Rettig, der auf schönes Wetter und damit verbunden auch mehr erlaubte Teilnehmer im Freien hofft. 

vam

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