Geschafft: Seit 40 Jahren arbeitet Paul Ampletzer (M.) im Verlag. Zum Jubiläum gratulierten ihm Redaktionsleiter Hans Moritz (l.) und Stefan Hampel, Verlagsleiter Werbemärkte.  Foto: Mayls Majurani
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Geschafft: Seit 40 Jahren arbeitet Paul Ampletzer (M.) im Verlag. Zum Jubiläum gratulierten ihm Redaktionsleiter Hans Moritz (l.) und Stefan Hampel, Verlagsleiter Werbemärkte.

Paul Ampletzer, Anzeigenchef der Heimatzeitung, feiert 40. Dienstjubiläum

Vier Jahrzehnte im Verlag

  • vonMayls Majurani
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Auf stolze 40 Jahre im Verlag kann Paul Ampletzer zurückblicken. Der Aßlinger leitet seit knapp 20 Jahren die Anzeigenabteilung des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Erding – Er kennt die Erdinger Geschäftswelt wie seine Westentasche und ist bei den Firmen im Landkreis bekannt wie ein bunter Hund: Paul Ampletzer. Das mag auch daran liegen, dass er ein Fan von farblich markanten Hemden und Hosen ist. Seit 40 Jahren arbeitet der Aßlinger in der Anzeigenabteilung des Erdinger/Dorfener Anzeiger, seit knapp 20 Jahren als deren Leiter. Jetzt feierte er rundes Dienstjubiläum.

In die Verlagsbranche eingestiegen ist Ampletzer als Lehrling. Bei der Abendzeitung in München absolvierte er eine Ausbildung zum Verlagskaufmann. Drei Jahre sollte sie dauern, „aber ich habe verkürzt und war schon nach zwei Jahren fertig“, sagt er und ergänzt schmunzelnd: „Ich war schon immer ein Streber.“

Auf die Lehre folgte die Übernahme bei der Abendzeitung, darauf der Wehrdienst. Dann ging es kurz zurück zur Abendzeitung, bevor er schließlich mit 21 Jahren beim Münchner Merkur und ein Jahr später in der Anzeigenabteilung des Erdinger/Dorfener Anzeiger landete. „Erding war damals umsatztechnisch nicht ganz unten, aber doch ein Kellerkind“, erinnert sich der 61-Jährige. Heute sind wir im Verlag ganz weit oben dabei.“

Mit „leicht über 20 Jahren“ war er lange Zeit der mit Abstand jüngste Verlagsmitarbeiter im Außendienst. „Heute gibt es das öfter, aber damals waren alle viel älter.“ Wohl deshalb trauten ihm seine Vorgesetzten auch viel Blödsinn zu: „Ich glaube, mir wurde fünfmal gesagt: Wehe, du fährst mit dem Motorrad zum Kunden!“ Laut eigener Aussage hielt er sich auch immer an diese Vorgabe.

Kundenbesuche vor Ort waren damals die Regel. „Heute fehlt dafür auch den Kunden die Zeit. Früher war ich zwar teilweise bei fünf Kunden an einem Vormittag, trotzdem war alles viel entspannter aber auch zeitaufwändiger. Heute kommunizieren wir eben über Telefon und per E-Mail.“ Durch die Corona-Pandemie hat sich die Digitalisierung noch einmal beschleunigt. Der persönliche Kontakt sei aber nach wie vor sehr wichtig „und macht uns als Heimatzeitung aus“.

Unglücklich über die enormen technischen Fortschritte während seiner vier Jahrzehnte im Verlag ist Ampletzer auf keinen Fall. Schließlich mussten anfangs die Buchstaben noch in Blei gesetzt werden und man bekam wunde Finger von den Wählscheibentelefonen. Da die Begleichung von Anzeigenrechnungen teilweise wochenlang auf sich warten ließ, wurden die Beträge schon mal in bar eingesammelt. Ampletzer weiß noch, wie er mit mehreren tausend Mark in der Tasche von Geschäft zu Geschäft kassieren gehen musste. Auch kaum mehr vorstellbar: „Die Korrekturabzüge haben wir noch per Post verschickt, dann die Änderungen per Boten wieder in die Setzerei. Das dauerte ewig, heute passiert alles in Echtzeit. Diesen Fortschritt würde ich nicht missen wollen.“

40 Jahre sind nun rum. Wie viele noch folgen werden? Diese Frage will der Jubilar nicht beantworten. An den Ruhestand denkt Ampletzer nämlich überhaupt nicht: „Ich bleibe so lange, wie der Verlag mich lässt.“ Die Arbeit „mit meinem tollen Team“ macht eben auch nach 40 Jahren Spaß.

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