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Ließen planerisch ein neues Stadtquartier entstehen (v. l.): Architekt Karl Heinz Walbrunn und Landschaftsarchitektin Rita Lex-Kerfers. OB Max Gotz beglückwünschte sie zum ersten Preis. Alle Arbeiten sind bis 12. September im Frauenkircherl zu sehen.

Städtebaulicher Wettbewerb 

Ideen für ein neues Stadtquartier

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Erding – Wohnen, Kultur, Supermarkt, Büros und Einzelhandel statt Parken: Für den Bereich Stahl-Museum und am Mühlgraben gibt es viele Ideen. Der beste wurde nun ausgezeichnet.

Wie kann der geplante Bahnhof im Fliegerhorst-Gelände durch Wegeverbindungen ideal an die Erdinger Innenstadt angebunden werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des städtebaulichen Ideenwettbewerbs, den die Stadt ausgelobt hatte. Gewonnen haben ihn der Emlinger Architekt Karl Heinz Walbrunn und Landschaftsarchitektin Rita Lex-Kerfers. Der erste Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

Die beiden hatten dafür das Areal des Museums Franz-Xaver Stahl und angrenzende Bereiche wie den heutigen Großparkplatz Am Mühlgraben untersucht und überplant. Dabei habe man sich „losgelöst von den Grundstückseigentümern und unabhängig davon, was Bestand ist, Gedanken gemacht, was möglich sein kann“, sagte Oberbürgermeister Max Gotz bei der Präsentation der verschiedenen Entwürfe im Frauenkircherl. Zukunftsmusik also, die wohl nicht vor 2030 gespielt werden wird. „Wir werden nicht morgen mit dem Bagger anrücken“, beruhigte der Stadtchef die Grundstückseigentümer.

Wesentlich früher will Gotz den Bereich Stahl-Museum in Angriff nehmen. Dieses ist im Besitz der Stadt und soll einen Anbau bekommen. Darin kann unter anderem Platz für das Depot sein, aber auch für Ausstellungen. Dazu schlägt Walbrunn den Museumszugang im Osten vor – und einen neuen Vorplatz. Letztlich entscheide aber der Bauherr, was gewünscht sei.

Auf dem jetzigen Großparkplatz können sich Walbrunn und Lex-Kerfers ein neues Stadtquartier mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe (darunter ein Supermarkt) und Arbeiten vorstellen – ergänzt von Gassen, Plätzen und privaten Innenhöfen. Ein wichtiger Aspekt des Wettbewerbs war der Zugang von der Landshuter Straße aus. Diese werde, so Gotz, durch den Bahnhof auf dem Fliegerhorst-Gelände und den Ringschluss gewaltig an Bedeutung gewinnen. Genau dies spiegle sich im Grundszenario wieder. So vernetzen Walbrunn und Lex-Kerfers Grünflächen, schaffen am Mühlgraben Treppenstufen zur Sempt. Sie schlagen zwei Tiefgaragen – mit Einfahrten vom Mühlgraben und von der Landshuter Straße aus – vor, um die Wege für die Menschen kurz zu halten. Egal, in welche Richtung sie gehen. So bliebe das Areal am Mühlgraben autofrei. „Es steht für Spiel und Aufenthalt zur Verfügung“, sagte Lex-Kerfers. Freiräume, die auch in ihren Maßstäben Bezug zur Altstadt nehmen.

Gotz gratulierte den Siegern: „Sie haben es geschafft, eine architektonische Handschrift zu entwicklen, die man erkennt. Darauf dürfen Sie stolz sein.“

Die Ausstellung

ist noch bis 12. September im Frauenkircherl zu sehen: Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr.

von Gabi Zierz

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