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Mit der Wirtschaft geht es in Corona-Zeiten bergab.

Wirtschaft spürt Pandemie „massiv“ – Schlimmer als Finanzkrise vor zehn Jahren

IHK: Miese Stimmung

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Corona-Krise ist mit unbarmherziger Härte in der Wirtschaft eingeschlagen. Die Stimmung ist so schlecht wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK). Zuletzt war die Lage bei der Finanzmarktkrise derart schlecht.

Erding – Der IHK-Konjunkturindex für die Stadt München sowie die Landkreise Erding, Dachau, Ebersberg, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München und Starnberg brach von 115 Punkten zu Jahresbeginn auf 78 Punkte im Frühjahr ein. „Einen solch scharfen Einbruch gab es noch nie“, teilt IHK-Sprecher Florian Reil mit. Die Werte entsprechen denen vom gesamten Freistaat.

Fast jedes zweite Unternehmen ist unzufrieden

Die Umfrage zeigt laut Reil, dass 43 Prozent der Unternehmen im Großraum München mit ihrer aktuellen Geschäftslage unzufrieden und nur 17 Prozent zufrieden seien. „Die Geschäftslage ist damit deutlich schlechter als während der Finanzkrise“, so der Sprecher.

Die Erwartungen für die kommenden Monate sind entsprechend gedämpft. 37 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Verschlechterung, 20 Prozent hingegen mit einer Verbesserung.

Erste optimistische Anzeichen

Allerdings gibt es auch Anzeichen für verhaltenen Optimismus. Zum einen sind die Erwartungen der Betriebe spürbar weniger pessimistisch als zum Tiefpunkt der Finanzkrise. Zum anderen geht die IHK angesichts der vollzogenen Lockerungen der strengen Beschränkungen davon aus, dass der konjunkturelle Tiefpunkt bereits durchschritten sein dürfte. Trotzdem schreibt die Mehrheit das laufende Jahr wirtschaftlich ab. 64 Prozent rechnen mit erheblichen Einbußen. Vor allem fehlender Umsatz und laufende Kosten stellten eine Belastung für die Liquidität dar.

Als Folge müssen die Unternehmen Sparmaßnahmen ergreifen, bilanziert Reil: 63 Prozent der Betriebe fahren ihre Investitionen zurück oder verzichten gänzlich darauf, wiederum mehr als während der Finanzkrise (51 Prozent).

Ein Drittel will Personal abbauen

Die Krise wirkt sich auch auf die Personalplanung aus. Ein Drittel der Unternehmen in der Region München plant, Stellen abzubauen. Auch dies ist ein höherer Wert als in der Finanzkrise (27 %). „Das ist als Zeichen zu sehen, dass die aktuelle Krise mehr Unternehmen betrifft als während die Finanzkrise vor elf Jahren“, erklärt der IHK-Sprecher.

Otto Heinz, IHK-Chef in der Flughafenregion, fordert „für die Unternehmen mehr Luft zum Atmen“. Das Konjunkturpaket setze die richtigen Impulse, so der Entsorgungsunternehmer aus Moosburg. Nun müsse der Gesetzgeber auch die Regulierung zurückfahren. Sie belaste die Betriebe immer schon und jetzt erst recht. ham

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