Steffen Henssler hat genug - und schmeißt bei „Schlag den Henssler“ hin

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Im Ortsteil St. Paul 

Letzte Rettung vor der Obdachlosigkeit

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Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein des überhitzten Erdinger Wohnungsmarkts: Die Stadt hat an der Sportfeldstraße 15 neue, so genannte Einfachstwohnungen fertiggestellt, die ab sofort bezugsfertig sind.

Erding Das Liegenschaftsamt wird dort Obdachlose und Bürger einquartieren, die als mietunfähig gelten. Auch Opfer von Wohnungsbränden können hier kurzfristig untergebracht werden. Die Verweildauer in den je sechs Ein- und Zwei- sowie drei Drei-Zimmer-Wohnungen soll so kurz wie möglich sein. Die im Erdgeschoss sind barrierefrei.

Die Nachfrage ist enorm. „Im Rathaus haben wir 200 Menschen auf der Warteliste für vergünstigten oder sozialen Wohnraum“, berichtete Oberbürgermeister Max Gotz gestern bei der Vorstellung der Wohnanlage in St. Paul. „Es geht um Bürger, die kurz vor der Zwangsräumung beziehungsweise der Obdachlosigkeit stehen.“ Es würden keine Mietverträge geschlossen, es seien vielmehr Einweisungen nach dem Landesstraf- und Verordnungsrechts, so Liegenschaftsamtsleiter Michael Göggelmann. In der Regel seien die Bewohner nicht in der Lage, für ihren Wohnraum zu bezahlen. Dafür kommen meist die Behörden auf.

An der Sportfeldstraße gibt es bereits 21 Einfachstwohnungen. 2002 waren sie errichtet worden. Die Stadt hatte das 2,3-Millionen-Euro-Projekt im Juni 2016 begonnen, im November stand der Rohbau. Nun sind die Apartments bezugsfertig.

Gotz, Kronseder und Architekt Martin Janik erklärten zur Bauweise, dass es sich um Beton-Fertigelemente handle, die innen lediglich gestrichen seien. Der PVC-Boden ist sehr strapazierfähig. „Solche Wohnungen werden in erheblichem Maß beansprucht, allein schon durch den häufigen Bewohnerwechsel“, erklärte Kronseder.

Laut Göggelmann gibt es in Notfällen nahezu keine Vorlaufzeit für eine Belegung. Die Wohndauer bewege sich zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren. „Jeder ist verpflichtet, nachzuweisen, dass er sich um eine Wohnung kümmert.“

Gotz sprach von einem „wichtigen Baustein“ für den Wohnungsmarkt. Er verwies auf weitere größere Wohnungsbauvorhaben in der Stadt. In Klettham realisiere die Oberbayerische Heimstätte 106 Wohnungen, am Thermengarten die Heimstätte, die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises sowie die Baugenossenschaft 162. Sie alle eint ein Quadratmeterpreis gemäß Mietspiegel um die 8,50 Euro.

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