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Improvisationstheater: Viel Kreativität und noch mehr Witz

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Bei der Talkshow zum Thema Koalas ist ein Gebärdensprachdolmetscher nötig (v. l.): Keyboarder Christian Kappl, Ferdinand Maurer, Michael Siegert und Sebastian Schlagenhaufer improvisieren.  Foto: Stein
Bei der Talkshow zum Thema Koalas ist ein Gebärdensprachdolmetscher nötig (v. l.): Keyboarder Christian Kappl, Ferdinand Maurer, Michael Siegert und Sebastian Schlagenhaufer improvisieren. Foto: Stein © AUTO_ERD

Erding - Das Improvisationstheater FKK hat in der Schiaßn gastiert. Auf Zuruf des begeisterten Publikums wurden Fächer zu Pistolen und Socken zu Hauptdarstellern.

„Hallo Schokolade!“ Dieser Ausruf bestimmte am Donnerstagabend in der gut besuchten Schiaßn den Auftakt des FKK-Improvisations-Theaters. Nach dem Motto „Frei-Komisch-Kreativ“, also FKK, ließen die Schauspieler von Szene zu Szene das überwiegend junge Publikum entscheiden, was auf der Bühne passieren sollte.

So wurde gleich der erste Satz des Abends von den Gästen festgelegt: „Hallo“, rief einer, „Schokolade“, ein anderer und schon stand das Thema der ersten Szene fest. Ob als zuckersüße Anrede oder sogar als geheimes Kennwort - „Hallo Schokolade“ wurde von den sieben Amateur-Schauspielern treffend umgesetzt.

Dann waren zehn vom Publikum genannte Fernsehgenres und ein entliehener Gegenstand, ein Fächer, erforderlich. Die sieben Akteure spielten mit dem Fächer im Mittelpunkt kurze Szenen. Im Western war der Fächer eine Pistole, in der Castingshow ein Mikrofon und im Bogen von der Kochshow zur Sportschau gab es eine „Weltmeisterschaft im Fächer-Karottenschneiden“.

Weitere Szenen entwickelten die Improvisateure aus der Vorgabe eines „Geschenks, das man der Schwiegermutter mitbringt“. Das wurde vom Publikum einstimmig mit „Socken“ beantwortet und gab damit den Anstoß für drei lustige Szenen, in denen Socken die Hauptrolle spielten.

Begeistert beteiligten sich die Zuschauer an der Impro-Show und hatten große Freude an der anschließenden Umsetzung durch das FKK-Team. Mit unglaublicher Spontaneität und einem sensiblen Gespür für den Humor des Publikums gelang es Andreas Krug, Ferdinand Maurer, Michael Siegert, Sabine Bogenrieder, Sebastian Schlagenhaufer, Stefanie Zapf und Tanja A. Ott aus jeder Vorgabe des Publikums eine heitere, abwechslungsreiche Szene entstehen zu lassen. Auch improvisierte Gesangseinlagen wie das Lied „Erding ist bereit für Kunst“ oder eine Hymne auf den Salzstreuer, der trotz seiner Qualitäten nicht ausreichend gewürdigt wird, sprühten vor Witz und Kreativität. Die Improvisateure ließen die Gäste aus dem Jubeln und Klatschen gar nicht mehr herauskommen.

Eine zu jeder Szene passende Hintergrundmusik hatte Christian Kappl obendrein am Keyboard bereit und verstärkte damit die Stimmung des Moments. Als Zugabe präsentierten die Schauspieler unter dem Motto „Schluss füa heid“ ein Best Of des Abends. Im Schnelldurchlauf wurde noch einmal Golf gespielt, Reizwäsche gewaschen und über Socken diskutiert. Der anschließende Applaus wollte nicht enden. Dieser Abend war für das FKK-Impro-Theater ein gelungener erster Auftritt in der Schiaßn und mit Sicherheit nicht der letzte.

Meike Stein

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