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Wirtschaft im Kreis Erding legt Rekordstart hin

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Boom in der Boom-Region: Die Wirtschaft im Kreis Erding wie im gesamten Raum München hat den besten Start seit sieben Jahren hingelegt, teilt die IHK mit.

Erding – So gut wie keine Arbeitslosigkeit, unbesetzte Lehrstellen und volle Auftragsbücher: Der Wirtschaftsmotor im Landkreis Erding brummt und tourt allmählich in Richtung Überhitzung. Im Moment freilich können die Unternehmen jubeln: Die Wirtschaft im Großraum München hat den besten Jahresstart seit 2011 hingelegt.

Dies berichtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern und beruft sich dabei auf den Konjunkturindex. Der liegt momentan bei 134 Punkten, vier mehr als noch im Herbst vergangenen Jahres.

Otto Heinz, IHK-Vizepräsdient und Sprecher der Kammer in den Kreisen Erding und Freising, berichtet von einer hohen Zufriedenheit bei den Unternehmen: 53 Prozent bezeichnen die aktuelle Lage als gut, gerade einmal fünf Prozent als schlecht.

Für Heinz bleibt das mehr als eine Momentaufnahme: „Was die kommenden zwölf Monate betrifft, sind die Betriebe äußerst optimistisch. Die Region München wird das Kraftzentrum der bayerischen Wirtschaft bleiben.“

Die Zahlen geben dem IHK-Vizepräsidenten Recht: Rund ein Drittel rechnet mit einer weiteren Verbesserung der Geschäfte, nicht einmal jeder Zehnte erwartet sich eine Eintrübung, zitiert Heinz aus der Erhebung.

Damit stehen die Zeichen auf weiteres Wachstum. „Die Absichten der Unternehmen erreichen die höchsten Werte seit sieben Jahren“, bilanziert Heinz. Über ein Viertel wolle mehr Personal einstellen, jeder Dritte neue Investitionen tätigen.

Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein, der Region fällt der eigene Erfolg zunehmend auf die Füße: Größter Hemmschuh ist laut IHK die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern und Azubis. Den Fachkräftemangel nennen 58 Prozent der Betriebe als Geschäftsrisiko – zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr.

Immerhin: Ein baldiges Ende des Zuzugs erkennt die IHK nicht. Der freilich verschärft die Lage auf dem Wohnungsmarkt sowie die auf Straße und Schiene: „Chronische Kapazitätsengpässe im ÖPNV, Staus und nicht zuletzt das drohende Dieselfahrverbot machen den Betrieben zu schaffen“, berichtet der Moosburger Unternehmer. Zur aktuellen Debatte rund um die Flächennutzung in Bayern fordert er die Kommunen zu mehr gemeinsamer Planung auf: „Flächen sind knapp, sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe. Wir brauchen deshalb mehr Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und Städten für eine effizientere Flächennutzung.“

Knapp jeder zweite Unternehmer kritisierte die lange Regierungsbildung. Sie habe sich zu einem Risiko für die Wirtschaft entwickelt.

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